Banken

Ackermann und Appel sollen im Postbank-Prozess aussagen

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Im Rechtsstreit zwischen früheren Postbank-Aktionären und der Deutschen Bank soll der ehemalige Vorstandschef Josef Ackermann als Zeuge aussagen. Wie das Oberlandesgericht Köln am Donnerstag bekanntgab, lud es neben Ackermann auch den amtierenden Chef der Deutschen Post, Frank Appel. Die Beweisaufnahme im Prozess soll am 30. Oktober beginnen, bis Dezember sind insgesamt sieben Termine geplant.

Frühere Aktionäre der Postbank hatten geklagt, weil sie sich bei der Übernahme durch die Deutsche Bank benachteiligt sahen. Das größte deutsche Kreditinstitut kündigte im September 2008 an, die Postbank übernehmen zu wollen. Zwei Jahre später bot sie den Anteilseignern der damaligen Post-Tochter 25 Euro pro Aktie. 

Die Aktionäre argumentieren allerdings, dass die Deutsche Bank ihnen bereits im Jahr 2008 ein Angebot von 64 Euro pro Aktie hätte machen müssen. Das Landgericht Köln hatte ihnen Ende 2017 in erster Instanz eine Nachzahlung zugestanden. 

Vor dem Oberlandesgericht sind nun 17 Zeugen geladen. Neben Ackermann und Appel sind darunter auch weitere aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank und der Post. 

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