USA

US-Notenbank lockert Stresstests für Banken - außer für ausländische Institute

.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat die Bedingungen für die Stresstests für Großbanken gelockert, die als Reaktion auf die Finanzkrise eingeführt worden waren. Künftig dürfen die Banken auf den sogenannten qualitativen Teil der Stresstests verzichten, wie die Fed am Mittwoch in Washington mitteilte. Ausgenommen davon sind allerdings die US-Ableger fünf ausländischer Institute: darunter neben Barclays, UBS, Crédit Suisse und der kanadischen TD Bank auch die Deutsche Bank.

Das größte deutsche Finanzinstitut war im vergangenen Sommer durch den zweiten Teil des Stresstets gefallen. Dabei hatte die Fed unter anderem gravierende Mängel in der Datenverarbeitung, den Voraussagen über Einnahmen und Verluste sowie in den internen Kontrollsystemen bemängelt. Den ersten Teil des Tests, in dem die Kapitalreserven für den Fall einer Rezession bewertet werden, hatte die Deutsche Bank hingegen bestanden.

Die Stresstests sind Teil der sogenannten Dodd-Frank-Reformen, die den Finanzsektor gegen weitere Krisen wappnen und damit die US-Steuerzahler vor kostspieligen Bankenrettungen bewahren sollten. Während Befürworter sie als entscheidend für die Wahrung der Stabilität der Finanzmärkte sehen, warnen Kritiker vor einer Überregulierung und verweisen auf den hohen Aufwand für die Institute und intransparente Auswahlbedingungen. 

STARTSEITE