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Bundesbank gibt für Finanzgeschäfte nach dem Brexit Entwarnung

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Bundesbank-Zentrale Bild: AFP

Die Bundesbank gibt für Finanzgeschäfte nach dem Brexit Entwarnung. 'Einen Versorgungsengpass mit Finanzdienstleistungen oder gar eine Kreditklemme wird es nicht geben', sagte der Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling in Frankfurt am Main.

Die Bundesbank gibt für Finanzgeschäfte nach dem Brexit Entwarnung. "Einen Versorgungsengpass mit Finanzdienstleistungen oder gar eine Kreditklemme wird es nicht geben", sagte Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling am Donnerstag in Frankfurt am Main. "Der überwiegende Teil der Finanzdienstleistungen und -produkte wird auch nach dem Brexit auf dem Kontinent verfügbar sein." Die Banken hätten entsprechend vorgesorgt, indem sie vollwertige Niederlassungen in Frankfurt oder anderen Städten innerhalb der EU gegründet haben.

So solle selbst ein ungeregelter Austritt Großbritanniens und des wichtigen Finanzplatzes London die Bankgeschäfte in Europa nicht in allzu große Probleme stürzen. "Dank großer Anstrengungen aller Beteiligten kann ich festhalten, dass wir gut vorbereitet sind und die Risiken für die Finanzstabilität unter Kontrolle haben."

Viele ausländische Banken standen durch das Brexit-Votum vor dem Problem, dass sie künftig von London aus keinen Zugang mehr zum EU-Markt haben werden. Deshalb müssen sie innerhalb der künftigen EU eine neue Banklizenz beantragen. Die meisten Banken werden diese laut Bundesbank-Angaben rechtzeitig vor dem Brexit erhalten.

Wie die Bundesbank bereits zuvor gewarnt hatte, ist allerdings das Problembewusstsein bei vielen Bankkunden noch nicht angekommen. Da durch den Brexit das Neugeschäft etwa mit Krediten oder Wertpapieren in London von Deutschland aus künftig nicht mehr möglich sein wird, müssen viele Verträge umgeschrieben werden. Darum sollten sich betroffene Unternehmenskunden schnellstmöglich kümmern. Für Verbraucher sieht die Bundesbank hingegen wenig Handlungsbedarf.

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