Finanzen

Finanz-Innovationen aus dem Baltikum

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@ rawpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Zugegeben, wer bei tagesaktuellen Finanzinvestitionen (noch) nicht gen Baltikum schaut, dem ist eigentlich nichts vorzuwerfen. Alle drei baltischen Länder Estland, Litauen und Lettland sind noch recht jung, was ihre Unabhängigkeit betrifft (auch wenn alle drei im vergangenen Jahr ihre 100 jährige Unabhängigkeit begangen haben).

Daher sollte man annehmen, dass der Aufbau von Finanzzentren in den größten Städten auch auf sich warten lässt. Nun, weit verfehlt. Ähnlich der Dominanz, mit der Estland beispielsweise seine Telekommunikationssparte aufgebaut und stetig verbessert hat – mehr dazu später – ist Lettland Vorreiter auf dem Markt für Direktinvestionen. Dies sind Investments, bei denen Anleger direkt in allerlei Arten von Krediten anderer Menschen investieren können. Das spannende dabei sind die hochwertigen Zinssätze, die man erwarten kann.

Die sogenannten Peer-2-Peer Kredite sind dabei meist von den eigentlichen Nichtbanken geschützt, damit auch bei Zahlungsausfall im Zweifel keine Kosten auf den Anleger zukommen. Lettland hat als EU- und Euroland dabei Gebrauch gemacht von einer flexiblen Handhabe bei Direktinvestitionen, um ihre Dienstleistungen global anbieten zu können, was die große Anzahl an Kreditanbietern im baltischen Land erklärt. Es ist genau diese Art an flexibler Geldpolitik, was auch Online Casinos so interessant macht für den Markt, da die Hürden geringer und die Gewinnmöglichkeiten höher sind. Besonders die Hauptstadt Riga sticht mit einer Fülle an herkömmlichen und digitalen Casinos dabei aus der Masse heraus. Eines der gefragteren Online Casinos unter den Letten ist dabei digtiale Casinos.

Neben der laxen Finanzpolitik Lettlands gibt es noch andere Projekte zwischen Deutschland und dem Baltikum, die zu polarisieren wissen. Nämlich die Nord Stream 2 Leitung, die demnächst Flüssiggas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bringen will; auch dies geschieht sehr zum Ärger der baltischen Staaten (und der Ukraine, aber das ist eine andere Geschichte), denn die Gefahr wird so ausgelegt, dass sich Deutschland damit zum größten Teil von russischer Energie abhängig macht. Dies ist zum Teil Panikmache, tief verwurzelt in einer jahrzehnte langen schwelenden Angst – berechtigerweise – der kleinen baltischen Staaten vor dem russischen Giganten. Zum Teil aber ist es auch ein Politikum zwischen anderen industrienationen wie den Vereinigten Staaten von Amerika geworden, die darin einen wachsenden Einfluss Russlands in die gesamte Region fürchten. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo in der Mitte. Fakt ist, die Ostseeregion, anfangen von Lübeck und Rostock, bis hoch bis zum Dreieck aus Helsinki, Tallinn und St. Petersburg wird in den kommenden Monaten und Jahren stets relevanter, denn hier siedeln sich besonders gern IT-Unternehmen an, die viele Menschen einstellen. Denken Sie nur mal an die Erfolgsgeschichten von Skype oder TransferWise, die Telekommunikation und Geldtransfer revolutioniert und vereinfacht haben. Fakt ist: der Osten boomt und sucht stetig nach neuen Feldern für die immer jünger werdende Bevölkerung. Nicht nur Unternehmen die in der Glücksspielszene verankert sind, sondern auch viele globale Technologieriesen zieht es nach Estland, da hier die bürokratischen Hürden um ein Vielfaches geringer sind als bei uns in Deutschland. Zudem findet man hier eine gut ausgebildete Belegschaft die vielsprachig ist, dabei aber mit Blick auf die Kosten einen klaren Vorteil mit sich bringen.

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