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Campino: "Älterwerden muss einem nicht peinlich sein"

  • dts
  • In PANORAMA
  • 26. März 2019, 05:00 Uhr

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Berlin - Für Tote-Hosen-Frontmann Campino sind die glücklichsten Momente auf Tournee die Nachtfahrten nach einem Konzert. "Obwohl wir sie zu vermeiden versuchen, weil du dir bei den miesen Klimaanlagen in den Nightlinern schnell eine Erkältung einfängst. Aber manchmal klettern wir noch mit der Euphorie von der Bühne in den Bus, machen einen Wein auf und feiern. Dabei fliegen links und rechts der Autobahn die Städte vorbei, und es geht immer nur voran", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben).

Trotzdem sei das Älterwerden mittlerweile auch für die Band ein Thema. "Wir schauen uns selbst dabei zu. Die Toten Hosen haben aber auch nie versucht, das unter den Teppich zu kehren. Wir nehmen es mit auf die Bühne", sagte der 56-Jährige. Altern habe etwas Ambivalentes, "aber es muss einem nicht peinlich sein", ergänzte der Musiker. "So gesehen dürften die Toten Hosen auch noch als Achtzigjährige spielen. Ich hoffe jedoch, dass unser engstes Umfeld uns davor bewahrt." Dass die Band mit einem Physiotherapeuten arbeite, sei allerdings nicht dem Alter, sondern allein der Professionalität geschuldet. "Jede Sportmannschaft hat einen dabei - und die verfügt über Ersatzspieler. Wenn wir auf riesigen Bühnen hin und her sprinten, tut das mit einer Sehnenzerrung weh", sagte Campino. Die Toten Hosen sind für Campino wie eine gut funktionierende Ehe: "Wir arbeiten ständig an unserer Beziehung. Eine Zeitlang haben wir uns wöchentlich getroffen, und einer musste kochen", sagte er dem RND.

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