Immobilie

Energetische Gebäude: Umwelt schonen und doppelt sparen

  • Mirko Stepan/wid
  • In UNTERNEHMEN
  • 26. März 2019, 09:21 Uhr
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wid Groß-Gerau - Ein Handwerker bringt eine Mineralstoffdämmung an einem Wohnhaus an. Das kann für den Eigentümer eine sinnvolle Investition sein, die zudem förderfähig ist, weil - je nach Dämmung - bis zu 30 Prozent Heizkosten eingespart werden können. KfW-Bildarchiv / Torsten George

Rund 70 Prozent der Energie, die Privathaushalte nutzen, wird fürs Heizen benötigt. Wer energetisch baut oder saniert, kann also sparen - und zwar doppelt.


Rund 70 Prozent der Energie, die Privathaushalte nutzen, wird fürs Heizen benötigt. Wer energetisch baut oder saniert, kann also sparen - und zwar doppelt.

Bund und Länder haben Förderprogramme für den Bau und die energetische Sanierung von Gebäuden aufgelegt, und natürlich sinkt auch der Energieverbrauch, wenn entsprechende Maßnahmen wie beispielsweise eine Wärmedämmung, umgesetzt werden.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben seit dem Jahr 2000 rund fünf Millionen Hauseigentümer beim Neubau oder einer energetischen Gebäudesanierung von staatlichen Fördergeldern profitiert. Die Förderprogramme für die energetische Bilanz von Gebäuden werden in der Regel über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt.

Der Berliner Architekt Frank Müller beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Planung und Realisierung von individuellen Energiespar- und Passivhäusern. Er rät, die Gebäudehülle mit umweltfreundlicher Mineralwolle so effizient wie nur möglich zu dämmen. Empfehlenswert für Außenwände und den Dachbereich seien Dämmstärken von 40 Zentimetern, damit ist der Passivhausstandard erfüllt. Eine circa 30 bis 35 Zentimeter starke Außendämmung sei gleichbedeutend mit dem KfW-40-Standard und 20 Zentimeter mit dem KfW-55-Standard, bei denen der Energiebedarf bei 40 beziehungsweise 55 Prozent eines Vergleichsgebäudes ohne energetische Maßnahmen liegt. Mit einer Dämmung, etwa aus Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle), von Fassade oder Dach ließen sich abhängig vom jeweiligen Gebäude und Nutzerverhalten jährlich bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen, so der Experte.

Um die Fördermöglichkeiten zu nutzen, sollten Bauherren vor Beginn einer geplanten energetischen Maßnahme einen in der DENA Expertenliste aufgeführten Energieberater (www.energie-effizienz-experten.de) einschalten. Mithilfe spezieller Berechnungs-Tools kann dieser Förderprogramme exakt nicht nur an die bauliche, sondern auch persönliche Situation anpassen. Wichtig: Auch das Heranziehen eines Energieberaters ist mit bis zu 800 Euro förderfähig. Weitere Informationen rund um das Thema Dämmen bietet der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. auf dem Infoportal www.der-daemmstoff.de.

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