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US-Gesandter für Nordkorea zu Gesprächen in China

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US-Sondergesandter Biegun Bild: AFP

Einen Monat nach dem gescheiterten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist der US-Sondergesandte für Nordkorea zu Gesprächen nach China gereist. Stephen Biegun will die Abstimmung beider Länder zu Nordkorea fortsetzen.

Einen Monat nach dem gescheiterten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist der US-Sondergesandte für Nordkorea zu Gesprächen nach China gereist. Stephen Biegun wolle die Abstimmung beider Länder zu Nordkorea fortsetzen, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Weitere Details nannte er nicht.

Zeitgleich zu Biegun hielt sich auch ein namentlich nicht genannter ranghoher Vertreter Nordkoreas in Peking auf. Dieser sei am Dienstag von Vertretern der chinesischen Regierung und Pjöngjangs Gesandtem in China empfangen worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Es war nicht klar, ob die Besuche von Biegun und des nordkoreanischen Vertreters zusammenhingen.

Bei ihrem zweiten Gipfeltreffen in Vietnam hatten Trump und Kim im Februar keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt. Beide Seiten machten sich gegenseitig für das Scheitern verantwortlich, erklärten sich aber auch zu weiteren Gesprächen bereit.

China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas. Das Land stellte Kim im vergangenen Jahr ein Flugzeug zur Verfügung, um zum ersten Gipfeltreffen mit Trump nach Singapur zu fliegen. Kim erstattet Chinas Präsident Xi Jinping stets vor und nach seinen Treffen mit Trump oder dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In Bericht über die Begegnungen.

Peking will Pjöngjang weiter in seiner Einflusssphäre halten. Nordkorea ist für die Volksrepublik eine Art Pufferzone, durch die die in Südkorea stationierten 28.500 US-Soldaten weit von der chinesischen Grenze entfernt gehalten werden.

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