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Geflügelhalter fordern mehr Flexibilität im Umgang mit Dünger

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Berlin - Vor der am Donnerstag beginnenden Agrarministerkonferenz haben die deutschen Geflügelhalter mehr Flexibilität im Umgang mit Dünger gefordert. Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke wies in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" darauf hin, dass Geflügelmist statt auf dem Acker auch in Verbrennungsanlagen landen und hier in Strom umgewandelt werden könnte.

"Das ist technisch möglich und wäre eine saubere Lösung für die Umwelt", sagte Ripke unter Verweis auf entsprechende Anlagen in den Niederlanden oder Dänemark. "Aus einer potenziellen Belastung für unser Grundwasser kann ein Beitrag zu Bioenergie werden", warb Ripke. Regelungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz machten den Bau derartiger Verbrennungsanlagen allerdings wenig lukrativ. "Was in den Niederlanden erlaubt ist, muss auch in Deutschland möglich sein", sagte Ripke.

Er wies darauf hin, dass deutsche Unternehmen die Anlagen im Nachbarland bauten. Auch Geflügelhalter sind von der anstehenden weiteren Verschärfung der Düngeregeln betroffen, im Zweifelsfall darf weniger Hühnermist auf Äcker ausgebracht werden. Ripke sprach von einem "existenzbedrohenden Problem" für die Tierhalter in Deutschland. Geflügelhalter müssten schon jetzt bis zu 20 Euro pro Tonne Hühnermist zahlen, damit Betriebe in Ackerbauregionen das umstrittene Gut aufnehmen.

"Diese Kosten werden noch steigen", warnte Ripke. "Es stellt sich die Frage, ob das Geld nicht besser in die Bio-Energie-Produktion investiert werden sollte." Die niedersächsische Landesregierung habe sich grundsätzlich offen gezeigt, ein Pilotprojekt in dem Bundesland zu unterstützen.

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