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Foxconn-Chef erwägt Kandidatur bei Präsidentschaftswahl in Taiwan

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  • 16. April 2019, 10:30 Uhr
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Foxconn-Chef Terry Gou Bild: AFP

Der Chef des taiwanesischen Elektronikunternehmens Foxconn will möglicherweise bei der Präsidentschaftswahl im Januar 2020 kandidieren. Der 69-jährige Terry Gou sagte am Dienstag, er werde nach einem Treffen mit Ratgebern seine Entscheidung verkünden.

Der Chef des taiwanesischen Elektronikunternehmens Foxconn will möglicherweise bei der Präsidentschaftswahl im Januar 2020 kandidieren. Der 69-jährige Terry Gou sagte am Dienstag, er werde nach einem Treffen mit Ratgebern seine Entscheidung verkünden. Gou steht der oppositionellen Kuomintang-Partei (KMT) nahe.

Erst am Montag hatte Gou angekündigt, seine Aufgaben innerhalb des Unternehmens teilweise in andere Hände zu geben. Am Tag darauf sprach er nun über seine Pläne für eine mögliche Kandidatur. Medienberichten zufolge will er sich vor allem auf die Themen "Frieden, Sicherheit, Wirtschaft und Zukunft" konzentrieren. Im Laufe des Tages werde er sich in zahlreichen Gesprächen Feedback holen, erklärte Gou. Am Mittwoch "oder später" wolle er sich dann äußern.

Falls er sich für eine Kandidatur entscheide, werde er den normalen Auswahlprozess innerhalb der KMT durchlaufen, fügte Gou hinzu. Die Partei steht für eine chinafreundliche Politik, China wiederum strebt eine Wiedervereinigung mit Taiwan an. Die regierende Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) von Präsidentin Tsai Ing-wen, die bei der Wahl am 11. Januar eine Wiederwahl anstrebt, steht China skeptisch gegenüber.

Foxconn liefert Geräte und Komponenten für Apple und andere Technologiefirmen. Die meisten seiner Produkte werden in China zusammengebaut.

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