Rheinland

Drei Festnahmen nach Razzia wegen Betrugs bei theoretischer Fahrprüfung

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Blaulicht eines Polizeiautos Bild: AFP

Weil 16 Beschuldigte Sprachtests und theoretische Führerscheinprüfungen manipuliert haben sollen, haben Polizei und Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 64 Wohnungen und Büros in mehreren Bundesländern durchsuchen lassen.

Nach einer Razzia wegen des Verdachts der bandenmäßigen Urkundenfälschung in mehreren Bundesländern sind drei Beschuldigte festgenommen worden. Die Ermittler werfen ihnen vor, mit 13 anderen Beschuldigten Sprachtests und Führerscheinprüfungen manipuliert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern am Dienstag mitteilte. 

Bei der Razzia am Dienstag wurden 64 Wohnungen und Büros durchsucht. Die meisten der Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 62 Jahren sollen anstelle der eigentlichen Prüfungskandidaten an den Tests teilgenommen haben.

Zwei der Festgenommenen sollen das Angebot, Prüfungen durch andere absolvieren zu lassen, organisiert haben. Der dritte soll in zahlreichen Fällen Prüfungen für andere abgelegt haben. Alle drei Beschuldigte wurden wegen Fluchtgefahr verhaftet. In einer ersten Vernehmung machten sie keine Angaben zu den Vorwürfen.

Daneben ermittelt die Polizei gegen einige Fahrlehrer aus dem Ludwigshafener und Karlsruher Raum. Sie sollen ebenfalls an dem Betrug beteiligt gewesen sein. Auch im Visier der Beamten sind Menschen, die mittels dieses Betrugs ihre Führerscheine bekamen. Ihnen soll die Fahrerlaubnis wieder entzogen werden.

Laut den Ermittlern wurden Anwesen in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und im Saarland durchsucht. In dem Verfahren wird in etwa 40 Fällen ermittelt. In etwa zwei Dutzend Fällen besteht der Verdacht, dass unberechtigt Führerscheine ausgestellt wurden.

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