Umwelt

Umweltschutz in Unternehmen

  • Redaktion
  • In UMWELT
  • 16. April 2019
img
@ Comfreak (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind heutzutage wichtige Themen - das zeigen Bewegungen wie ''Fridays for Future''. Anlässlich der immer lauter werdenden Warnungen von Umweltschützern wird es für Verbraucher, aber auch für Unternehmen immer wichtiger, selbst einen Teil zu einer ''grüneren'' Zukunft beizutragen.

Ein Schritt in diese Richtung ist die nachhaltige Gestaltung des Büros - allerdings fürchten viele Unternehmen dabei hohe Kosten. Dass diese Bedenken unbegründet sind, zeigen unsere einfach und günstig umzusetzenden Tipps.

Eine der größten Gefahren für die Umwelt ist Plastikmüll. So landen derzeit jährlich über 30 Millionen Tonnen Plastikflaschen, Trinkhalme, Einkaufstüten und sonstige Kunststoffabfälle in den Ozeanen. Deutschland trägt einen nicht unerheblichen Teil dazu bei: Pro Kopf entstehen hierzulande etwa 626 Kilogramm Plastikmüll im Jahr. Grund genug, umzudenken.

Um das Unternehmen in eine (zumindest weitgehend) plastikfreie Zone zu verwandeln, sollten Mitarbeiter ermutigt werden, ausschließlich Gläser und Tassen an ihren Arbeitsplätzen zu verwenden und nicht etwa zu den beliebten Coffee-to-go-Bechern zu greifen. Auch Schnellhefter und Ordner gibt es in plastikfreien Varianten zu kaufen. Bei Kugelschreibern aus Plastik handelt es sich oft um Wegwerfartikel - an ihrer Stelle sollten Stifte mit austauschbaren Minen zum Einsatz kommen. Ebenso problematisch sind Kaffeemaschinen, die mit Kapseln betrieben werden. Diese verursachen eine erhebliche Menge Müll. Besser ist es, auf Kaffeeautomaten zu setzen, in denen die Bohnen direkt gemahlen werden. Alternativ kann auch die klassische Filtermaschine zum Einsatz kommen.

Mit wenig Aufwand kann auch der Papierverbrauch in Büros minimiert werden - und das ist dringend notwendig: Trotz voranschreitender Digitalisierung ist kein sinkender Papierverbrauch in Sicht. Im Gegenteil: Pro Jahr ergibt sich in deutschen Unternehmen ein Pro-Kopf-Verbrauch von gut 253 Kilogramm. Das ist nicht nur für die Umwelt sehr belastend, sondern stellt auch einen hohen Kostenfaktor dar, der sich leicht minimieren lässt.

Unternehmen können beispielsweise in Cloud-Dienste investieren, durch die jeder Mitarbeiter Zugriff auf wichtige Unterlagen bekommt. So können freigegebene Dateien direkt am PC bearbeitet werden und müssen nicht für andere Kollegen ausgedruckt werden. Gänzlich ohne Drucker geht es in der Regel jedoch trotzdem nicht - hier kann es sich für Unternehmen lohnen, in entsprechenden Online-Shops Verbrauchsgüter wie Patronen auf Vorrat zu kaufen, um nicht ständig den Paketversand in Anspruch nehmen zu müssen. Denn auch dieser verursacht viele Treibhausgase, die die Umwelt belasten. Bei Refill-Patronen fällt die Umweltbilanz noch positiver aus. Zudem lassen sich durch Mengenrabatte und wegfallende Versandkosten einige Euro sparen.

Außerdem sollten Unternehmen darauf achten, Energie nicht zu verschwenden. Werden beispielsweise Bildschirme auf Standby gelassen, verbrauchen die Geräte auch dann Strom, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Dasselbe gilt für Lampen: Tagsüber können sie in der Regel ausgeschaltet werden. Zudem kann es sich lohnen, auf LEDs umzurüsten, da diese besonders stromsparend sind.

Energie kann auch durch die Regulierung der Zimmertemperatur eingespart werden. Tagsüber reicht eine Temperatur von 22 Grad in der Regel aus, nachts können die Thermostate auf 18 Grad heruntergedreht werden. Jedes Grad mehr lässt den Energieverbrauch um sechs Prozent steigen. Ein schönes und nützliches Extra für ein nachhaltiges Büro sind Topfpflanzen: Sie tragen zu einem besseren Raumklima bei.



STARTSEITE