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Handelsstreit: Juncker plant weiteres Gespräch mit Trump

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Brüssel - Zur Abwendung von US-Strafzöllen auf europäische Autos plant EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ein weiteres persönliches Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. "Wir sind im Dauerkontakt mit dem Weißen Haus, und wir haben im Juni einen G20-Gipfel in Osaka. Da werde ich mich noch einmal mit Herrn Trump zu einem sportlichen Gespräch treffen", sagte Juncker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Er hoffe, dass bis dahin niemand die Geduld verliere. "Manche begehen Selbstmord aus Angst vor dem Tod", so der EU-Kommissionspräsident weiter. Das erste Gespräch mit Trump, das im vergangenen Juli zu einem Deal geführt hatte, habe sechs Stunden gedauert.

"Wir reden laut miteinander. Ich gehe in solche Gespräche immer strikt gelassen", sagte Juncker. Er führe die gegenwärtige Abkühlung der Konjunktur auch auf den drohenden Handelskrieg zurück, der sich zwischen Amerikanern, Chinesen und Europäern abzeichne. "Wenn wirtschaftliche Akteure unsicher sind, wo es langgehen könnte, halten sie sich mit Investitionen zurück", so der EU-Kommissionspräsident weiter.

Käme es zu einer Einigung zwischen den drei Akteuren, würde sich "das Konjunkturklima über Nacht aufhellen". Juncker rief die EU-Staaten und namentlich Deutschland dazu auf, ihr Investitionsvolumen zu erhöhen. "Es gibt prominente Beispiele, die bei der Infrastruktur erheblich im Rückstand sind, obwohl sie Spielräume im Haushalt haben", sagte der EU-Kommissionspräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deutschland solle "seine finanziellen Spielräume nutzen, um weiter Staatsschulden abzubauen und Investitionen anzukurbeln". Dazu gehöre auch, bürokratische Hürden zu beseitigen.

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