Verbraucher

Haushalte mit Ölheizung müssen trotz milden Winters mehr zahlen als im Vorjahr

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Frau am Thermostat einer Heizung Bild: AFP

Haushalte mit Ölheizung müssen für die zurückliegenden Monate mehr Heizkosten zahlen als in den vergangenen Wintern - obwohl das Wetter sehr mild war. Grund sind die stark gestiegenen Ölpreise.

Haushalte mit Ölheizung müssen für die zurückliegenden Monate mehr Heizkosten zahlen als in den vergangenen Wintern - obwohl das Wetter sehr mild war. Grund sind die stark gestiegenen Ölpreise, wie das Vergleichsportal Check24 am Sonntag erklärte. Die Heizkosten für September bis März stiegen demnach im Vorjahresvergleich um sechs Prozent - von 1065 Euro für einen Musterhaushalt mit Ölheizung auf 1132 Euro.

Haushalte mit Gasheizung dagegen profitieren vom milden Winter: Sie zahlen für die Monate September bis März im Schnitt 967 Euro statt 1039 Euro, wie Check24 errechnete. Das sei ein Rückgang um sieben Prozent. 

"Der sehr milde Winter 2018/2019 hat dazu geführt, dass Verbraucher in der vergangenen Heizperiode zehn Prozent weniger heizen mussten als im Vorjahreszeitraum", erklärte Oliver Bohr von Check24. Doch nur für Verbraucher mit Gasheizung führte dies zu sinkenden Kosten.

Der durchschnittliche Gaspreis kletterte laut Vergleichsportal im Vergleich zu den beiden letzten Heizperioden nur um drei Prozent. Der Heizölpreis hingegen stieg um 21 Prozent. 

Im nächsten Winter könne die Lage aber "schon anders ausschauen", erklärte Bohr. "Der Gaspreis steigt aktuell, die Preisschere zwischen Gas und Heizöl schließt sich wieder."

In Deutschland werden mehr als zehn Millionen Wohnungen mit Öl beheizt, das entspricht etwa einem Viertel des Bestandes.

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