SriLanka

Trotz Anschlagsserie in Sri Lanke ändern nur wenige Urlauber ihre Reisepläne

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Gedenken an Anschläge in Sri Lanka Bild: AFP

Trotz der schweren Anschlagsserie in Sri Lanka sehen deutsche Urlauber keinen Anlass zur Änderung ihrer Reisepläne. Es gebe lediglich 'vereinzelt Anfragen zu vorzeitigen Abreisen von Gästen auf Sri Lanka', heißt es beim Deutschen Reiseverband (DRV).

Trotz der schweren Anschlagsserie in Sri Lanka sehen deutsche Urlauber mehrheitlich keinen Anlass zur Änderung ihrer Reisepläne. Es gebe lediglich "vereinzelt Anfragen zu vorzeitigen Abreisen von Gästen auf Sri Lanka", sagte Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband (DRV) am Mittwoch AFP. "Auch Stornierungswünsche und Anrufe von Gästen, die bereits gebucht haben, gibt es nur vereinzelt."

Bei Bombenanschlägen auf drei Kirchen und drei Luxushotels in dem südasiatischen Inselstaat waren am Ostersonntag nach neuen Angaben 359 Menschen getötet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich, Sri Lankas Regierung schrieb sie allerdings der bislang weitgehend unbekannten einheimischen Islamistengruppe NTJ zu.

Sri Lanka liegt südlich von Indien und stieg zuletzt stetig in der Gunst der Urlauber. Vor allem seit dem Ende des Bürgerkriegs 2009 entwickelten sich die Zahlen kontinuierlich weiter, sagte die Sprecherin des DRV. Für Sri Lanka selbst ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im vergangenen Jahr reisten mit 157.000 Urlaubern allerdings vergleichsweise wenige Deutsche auf die Insel. Zum Vergleich: Zwei Millionen Menschen zog es 2018 aus Deutschland in die USA.

Wer für die nahe Zukunft eine Reise nach Sri Lanka gebucht hat und zurücktreten oder umbuchen möchte, sollte nach Aussage von Reiseverbandssprecherin Heinen mit seinem Reiseveranstalter direkt klären, was möglich ist. "Es gibt unterschiedliche Regeln der Veranstalter, bis wann eine Umbuchung, bis wann eine Stornierung möglich ist." Generell sollte zunächst abgewartet werden, wie sich die Lage in Sri Lanka entwickle.

"Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es in keinem Land dieser Welt", sagte Heinen. "Auch zuhause nicht."

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