SriLanka

Priester: Vorerst keine Gottesdienste mehr in katholischen Kirchen Sri Lankas

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Beisetzung von Opfern der Anschläge Bild: AFP

Nach den Anschlägen in Sri Lanka mit mehr als 350 Toten werden in den katholischen Kirchen des Landes vorerst keine Gottesdienste mehr abgehalten. Auf Rat der Sicherheitskräfte blieben alle Kirchen geschlossen, sagte ein Priester der Nachrichtenagentur AFP.

Nach den Anschlägen in Sri Lanka mit mehr als 350 Toten werden in den katholischen Kirchen des Landes vorerst keine Gottesdienste mehr abgehalten. "Auf Rat der Sicherheitskräfte lassen wir alle Kirchen geschlossen", sagte ein ranghoher Priester am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Bis auf Weiteres würden deshalb keine öffentlichen Messen mehr gefeiert. Nach Angaben von Regierungsbeamten wurden die Sicherheitsvorkehrungen an Kirchen landesweit erhöht.

Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen waren in Sri Lanka am Ostersonntag mindestens 359 Menschen getötet worden. Hunderte Menschen wurden verletzt. Zu den Anschlagszielen zählten drei Kirchen, darunter zwei katholische, sowie drei Hotels. Die Kirchen waren zum Anschlagszeitpunkt vollbesetzt mit Gläubigen zur Ostermesse. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte sich zu den Taten.

In der Nacht zum Donnerstag nahm die Polizei weitere 16 Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen fest. Damit stieg die Zahl der Festgenommenen auf 75. Mehrere Verdächtige sind bislang aber nicht gefasst. Nach Armeeangaben wurde überdies die Zahl der an der Fahndung beteiligten Soldaten von 1300 auf 6300 erhöht. 

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