Politik

Juncker glaubt nicht an Flickenteppich bei Zeitumstellung

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Bahnhofsuhrdts

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Brüssel - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Befürchtungen zurückgewiesen, dass es nach Abschaffung der Zeitumstellung zu einem Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen in Europa kommt. "Erwiesenermaßen hat die Zeitumstellung keinen Mehrwert, verstört aber gleichzeitig viele Menschen", sagte Juncker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

"Sie kann abgeschafft werden, ohne dass es dabei zu einem Flickenteppich in Europa kommt: Unser Vorschlag sieht vor, dass sich die Staaten untereinander abstimmen, wenn sie entscheiden, ob sie die Sommer- oder Winterzeit beibehalten wollen." Das EU-Parlament hatte sich mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung gestimmt. Der halbjährliche Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit soll demnach im Herbst 2021 enden. Die Abstimmung war eine wichtige Hürde für das Ende der Zeitumstellung - im Gesetzgebungsprozess handelt es sich aber nur um einen Zwischenschritt. Bevor die abschließende Entscheidung kommen kann, müssen sich erst die EU-Verkehrsminister auf eine gemeinsame Linie einigen. Anschließend müssen sie mit Unterhändlern des EU-Parlaments einen Kompromiss finden. Damit wird nicht vor Herbst 2019 gerechnet.

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