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Zahl der täglichen Spam-Mails in Deutschland um 34 Prozent gestiegen

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Deutlich mehr Spam-Mails im Postfach Bild: AFP

Das Aufkommen an Spam-Mails in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr erheblich erhöht. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der beiden führenden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX betrug das Plus 34 Prozent.

Das Aufkommen an Spam-Mails in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr erheblich erhöht. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der beiden führenden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX wurden von beiden Diensten durchschnittlich 150 Millionen E-Mails pro Tag als Spam erkannt und entsprechend in die Spam-Ordner der Nutzer einsortiert. Dies waren 38 Millionen solcher unliebsamen E-Mails mehr als im Jahr 2017, das Plus betrug damit 34 Prozent.

Bei GMX und Web.de hat den Angaben zufolge jeder zweite Deutsche sein E-Mail-Postfach. Zu den führenden Thementrends der Versender dieser Müll-Nachrichten zählen den Angaben zufolge angebliche Bitcoin-Gewinne, Heilerfolge mit Cannabis-Öl sowie Zukunftsvorhersagen.

Die kriminellen Versender versuchten zunehmend, die Spam-Filter der E-Mail-Anbieter auszutricksen. So würden vielfach auch nur einzelne Buchstaben im Betreff einer Mail oder bei Reizwörtern durch Zeichen aus einem anderen Alphabet ersetzt. 

"Das Spam-Volumen steigt, und die Spam-Versender ändern ständig ihr Vorgehen", erklärte Web.de- und GMX-Geschäftsführer Jan Oetjen. Zur Verbesserung der Spam-Bekämpfung würden deshalb verstärkt auch Rückmeldungen der Nutzer einbezogen. Indem die Nutzer bestimmte E-Mails als Spam markierten, lerne die Künstliche Intelligenz des Spam-Filters dazu und könne neue Filterregeln für ähnliche Mails erstellen. 

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