Studie

Vorstandsgehälter sinken

  • Ralf Loweg/wid
  • In UNTERNEHMEN
  • 12. Juni 2019, 10:03 Uhr
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wid Groß-Gerau - An den Börsen der Welt werden täglich viele Milliarden Euro bewegt. Geralt / pixabay.com

Die Vorstandsgehälter der Dax-Konzerne sind 2018 gesunken, wie eine aktuelle Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) herausgefunden hat. Darin spiegele sich, dass die Gesamtaussichten der deutschen Unternehmen schlechter geworden seien, heißt es.


Die Vorstandsgehälter der Dax-Konzerne sind 2018 gesunken, wie eine aktuelle Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) herausgefunden hat. Darin spiegele sich, dass die Gesamtaussichten der deutschen Unternehmen schlechter geworden seien, heißt es.

"Gute Leistung soll gut vergütet werden. Wenn es aber schlecht läuft, muss der Vorstand dies ebenfalls im Portemonnaie spüren", sagt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW. Und 2018 war das offenbar so: Die Vorstandsgehälter der Dax-Konzerne sanken im Schnitt um 2,0 Prozent, wie sich aus der Studie ergibt, die der DSW gemeinsam mit der TU München durchgeführt hat. Im Durchschnitt verdienten Dax-Bosse im Jahr 2018 demnach 5,415 Millionen Euro.

Damit entwickele sich die Vorstandsvergütung in eine andere Richtung als die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland. Diese seien nämlich im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent gewachsen, schreiben die Experten. "Der Trend wachsender Vorstandsgehälter ist damit erst einmal gebrochen", sagt Prof. Gunther Friedl von der TU München.

Der Unterschied zu den Mitarbeitern der Dax-Unternehmen bleibt aber hoch. Die Vorstände haben 2018 genau wie im Vorjahr das 52-fache ihrer Mitarbeiter verdient.

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