Elektromobilität

Batterie-Coup: VW übernimmt Anteile an Northvolt AB

  • Ralf Loweg
  • In MOTOR
  • 12. Juni 2019, 17:47 Uhr
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mid Groß-Gerau - Auf elektrischer Mission: VW investiert 900 Millionen Euro in gemeinsame Aktivitäten mit dem schwedischen Batteriezellen-Hersteller Northvolt AB. VW

Volkswagen treibt seine Strategie zum schnellen Ausbau der Elektromobilität weiter voran. So investiert der Wolfsburger Auto-Konzern nach eigenen Angaben 900 Millionen Euro in gemeinsame Aktivitäten mit dem schwedischen Batteriezellen-Hersteller Northvolt AB.


Volkswagen treibt seine Strategie zum schnellen Ausbau der Elektromobilität weiter voran. So investiert der Wolfsburger Auto-Konzern nach eigenen Angaben 900 Millionen Euro in gemeinsame Aktivitäten mit dem schwedischen Batteriezellen-Hersteller Northvolt AB. Ein Teil der Summe sei für ein Joint Venture mit dem schwedischen Unternehmen vorgesehen, ein weiterer Teil geht direkt an Northvolt AB, heißt es in einer Mitteilung. Im Gegenzug soll Volkswagen rund 20 Prozent der Anteile an Northvolt AB und einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten.

Weiter heißt es: Ein 50/50-Joint-Venture solle im Laufe des Jahres gegründet werden, Ziel sei der Aufbau einer 16 Gigawattstunden-Batteriezellfertigung in Europa. Es ist geplant, das Werk frühestens ab 2020 in Salzgitter in Niedersachsen aufzubauen, sofern die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür erfüllt sind. Um den Jahreswechsel 2023/2024 ist dann der Start der Batteriezellen-Produktion für Volkswagen vorgesehen.

"Volkswagen schafft auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie", kommentiert Volkswagen-Beschaffungsvorstand Dr. Stefan Sommer die aktuellen Entscheidungen. Mit Northvolt habe man jetzt auch einen europäischen Partner gefunden. "Mit dem Know-how und nachhaltigen, CO2-optimierten Produktionsprozessen in der Batteriezell-Fertigung des
Unternehmens wollen wir in Deutschland die Zell-Herstellung vorantreiben." Voraussetzung dafür sei natürlich, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, so der Autobauer. Volkswagen betont, dass man im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 habe.

Northvolt baut laut VW in Schweden eine Pilot-Fertigung von Batteriezellen sowie eine Batteriezellen-Fabrik mit einem Volumen von zunächst 16 Gigawattstunden auf. Northvolt wurde 2016 gegründet, um in Europa den Übergang in eine emissionsfreie Zukunft voranzutreiben. Die Mission ist ambitioniert: Northvolt will die umweltfreundlichste Lithium-Ionen-Batterie der Welt bereitstellen. Zu den industriellen Partnern und Kunden zählen neben der Volkswagen AG auch Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas.

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