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NRW-Innenminister Reul sieht Clankriminalität als Folge von Integrationsfehlern

  • AFP
  • In POLITIK
  • 13. Juni 2019, 09:14 Uhr
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Polizisten bei einer Razzia in Bochum Bild: AFP

Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul (CDU) siehtProbleme mit sogenannter Clankriminalität auch als Folge von Fehlern der Integrationspolitik vergangener Jahrzehnte. 'Man hat in der Vergangenheit das Thema nicht ernstgenommen', sagte er im BR.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sieht Probleme mit sogenannter Clankriminalität auch als Folge von Fehlern der Integrationspolitik vergangener Jahrzehnte. "Man hat in der Vergangenheit das Thema nicht ernstgenommen. Die Politik wollte das nicht ernstnehmen. Ich glaube, das hatte auch viel damit zu tun, dass man Panik hatte, dass man Gruppen von Menschen stigmatisiert", sagte der Minister am Donnerstagmorgen im Bayerischen Rundfunk (BR).

Am Donnerstag kommen die Innenminister von Bund und Ländern in Kiel zu ihrer turnusmäßigen Frühjahrskonferenz zusammen. Auch der Kampf gegen kriminelle Familienclans soll diskutiert werden. Vorrangig geht es aber um andere Themen wie Abschiebungen und den möglichen Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf sogenannte Smart-Homegeräte.

Reul sagte, Mitte der 1980er Jahre seien "diese Menschen in großen Mengen" nach Deutschland gekommen, hätten jedoch keine Berufs- oder Ausbildungsperspektive gehabt. "Die saßen quasi herum. Dann haben die sich selbst was einfallen lassen und haben eine Parallelstruktur entwickelt. Das ist doch kein Wunder."

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