Nutzfahrzeuge

E-Trucks: LKW mit Elektroantrieb als Zukunftsperspektive?

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Freightliner e-M2. Foto: Daimler

Die Elektromobilität schreitet stetig vor an und so ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich Diesel-LKW im Straßenbild minimieren und durch E-LKW ersetzt werden.

Der Grundstein ist bereits gelegt, doch ob sich die Konzepte etablieren ist aktuell noch nicht absehbar.

Probelauf hat überzeugt

Wenn es um die Elektromobilität geht, lenkt sich der Blick automatisch auf unsere Nachbarn im hohen Norden. In Stockholm wurden die ersten E-LKWs von Volvo getestet und haben sich mit einigen Vorteilen durchgesetzt. Leise, beinahe unhörbar rollen die E-Trucks durch die Städte und schonen die Umwelt. Auch von einem Drittel Zeitersparnis ist die Rede, da sich die LKW Batterien in nur zwei Stunden für die Weiterfahrt laden lassen. Bei dieser Zeitangabe handelt es sich um die Schnellladung mit Gleichstrom. Für die Wechselstromaufladung werden 10 Stunden anberaumt. Doch lässt sich diese Form der Batterieladung optimal mit der Ruhezeit des Fahrers verbinden und muss somit nicht im Rahmen der Lenkzeit vorgenommen werden. Noch nicht elektrisch, aber für jedes Budget und jeden Anspruch geeignet, sind Sattelzugmaschinen von renommierten Marken wie Volvo und Co. gebraucht zu finden. Da die Serienfertigung des FL Electric erst in 2020 startet, lohnt sich ein Blick auf gebrauchte Trucks, wenn die Flotte aufgestockt oder ein älteres Modell ausgemustert werden soll.

Laut Hersteller kommen E-LKW schneller als vermutet

Es ist noch nicht lange her, als über die ersten E-Trucks diskutiert wurde. Heute haben die ersten Maschinen mit Elektroantrieb bereits ihren Probelauf hinter sich und sind für die Serienproduktion vorgesehen. Wer sich über E-Mobilität informiert, stößt ganz automatisch auf den Hersteller Tesla. Doch nicht nur Tesla, sondern auch Daimler-Benz und Volvo werden den Markt erschließen und die Zielgruppe unter sich aufteilen. Bisher gibt es trotz Schnellladung und alternativer Nachtladung allerdings noch eine Schwierigkeit. Der Volvo "Vera", ein vollautomatischer E-Truck kommt mit einer "Tankfüllung" aus der Steckdose nur 200 Kilometer weit. Diese Leistung ist in Anbetracht der weiten Transportwege ungeeignet, da der Umweltschutz zulasten der Wirtschaftlichkeit für die Spedition geht. Anders verhält es sich bei Tesla, wo bei Semi von 800 Kilometer Reichweite die Rede ist. Daimler Benz liegt mit seiner E-LKW Vorstellung im Mittelfeld und spricht von einer Reichweite um die 400 Kilometer. Die ersten "Riesenstromer" von Daimler werden noch in diesem Jahr auf dem Markt eingeführt und man darf gespannt sein, wie das Angebot von Speditionen aufgenommen wird.

Noch vor zwei oder drei Jahren wurden die Worte über elektrisch betrieben Sattelzugmaschinen eher belächelt. Doch nun zeigt sich ein gesteigertes Interesse, das mit Erhöhung der Reichweite weiter wachsen kann.

Die Akzeptanz zeigt sich erst in der Praxis

Noch handelt es sich E-LKW um Neuankündigungen, um Prototypen oder um erprobte aber noch nicht seriell gefertigte Sattelzugmaschinen. Ein wirkliches Statement zur Akzeptanz der umweltschonenden Trucks kann erst abgegeben werden, wenn der Verkauf begonnen hat und die Trucks über die Autobahnen rollen. Das Interesse ist da. Klimaschützende und leise LKW werden die Zukunft prägen. Doch wann die Zukunft kommt ist noch ungewiss.

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