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Sind Elektroautos die Zukunft des Carsharings?

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@ anaterate (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Das Konzept des Carsharings, also die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen ist nichts neues, doch mittlerweile wird auch die Idee des Sharings von Elektromobilen immer populärer, da es wahrscheinlich die umweltfreundlichste Möglichkeit darstell um von A nach B zu kommen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Carsharing-Systemen entspricht das Carsharing von Elektroautos den Mobilitätsbedürfnissen in städtischen Umgebungen und treibt die lokalen Emissionen gegen Null.

Aufgrund des Füllsystems sind Ladestationen (langsames / schnelles Laden) und spezielle Parkplätze erforderlich. Dies ist normalerweise Gegenstand von Verhandlungen mit der Gemeinde und / oder den Versorgungsunternehmen. Lokale Vorschriften sind ein wesentlicher Hebel für den Erfolg der Operation. Der freie Zugang zu verkehrsberuhigten Bereichen in Innenstädten ist ein großes Plus.

Das System funktioniert gut in einem Intermodalitätsrahmen. Neben E-Autos kann die Regelung auch für E-Scooter und E-Vans gelten.

Sixt zeigt derzeit mit einem Carsharing Projekt für Elektroautos in Berlin, wie die Mobilität der Zukunft aussehen könnte. Ein innerstädtischer Straßenverkehr mit nahezu keinen Emissionen? Möglich wäre es.

Sixt bringt das Carsharing von Elektroautos in Berlin groß raus

Wenn Sie bei einem Spaziergang durch Berlin die Augen offen halten, können Sie jetzt die Avantgarde einer neuen Carsharing-Flotte entdecken. Sixt Share ist bereits in den Startlöchern. An Ladestationen in der deutschen Hauptstadt können Sie mehrere Elektroautos des neuen Anbieters finden.

Die Carsharing-Einheit des deutschen Autovermieters Sixt begann offiziell am 1. März und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Die neue Elektroauto-Carsharing-Revolution ist bereits gut sichtbar: In Berlin sind die Elektrofahrzeuge der Sixt Share seit nun gut drei Monaten im Stadtbild erkennbar. Ein beliebtes Modell ist der Renault Zoe, der schon hier und da in verschiedenen Straßen Berlins an den Ladestationen steht.

Ähnlich wie bei den deutschen Autoherstellern entwickelt sich die Autovermietung von Sixt zunehmend zu einem Mobilitätsanbieter mit mehreren Standbeinen. Kurz zur Vorgeschichte: Im Januar 2018 wurde klar, dass BMW zunächst alle Anteile von Sixt am zuvor gemeinsam betriebenen Carsharing DriveNow übernehmen würde, bevor DriveNow mit Car2go fusioniert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt verbreiteten sich die ersten Gerüchte, Sixt plane ein eigenes Carsharing. Die 209 Millionen Euro von BMW waren wahrscheinlich sehr hilfreich bei der Finanzierung des Start-ups.

Im November 2018 investierte Sixt erneut in die Berliner Chargery, einen mobilen Ladedienst für Elektroautos. Der Autovermieter „erwarb eine kleine Beteiligung“ an dem 2017 neu gegründeten Unternehmen mit dem Ziel, den Service zukünftig beim Leasing von Autos in der Elektroflotte zu nutzen.

Chargery arbeitet nicht nur mit Elektrofahrrädern, die mit Batterien beladen sind, um das Auto des Kunden aufzuladen, sondern sie reinigen und warten das Fahrzeug auch, während sie dort sind. Dies schlägt natürlich zwei Fliegen mit einer Klappe.

So wie es im Moment bei Sixt Share aussieht, sind die Autos derzeit nur in Berlin erhältlich. Die entsprechende App für Smartphones ist bereits verfügbar und das Tarifsystem ist online verfügbar. Ein Renault Zoe kann laut App für 25 Cent pro Minute gemietet werden. Der Tageshöchstpreis ist auf 79 Euro begrenzt, 200 Kilometer sind inklusive.

Weg von Diesel und Benzinern?

Zwar stehen schon einige Projekte für weitere Carsharing-Projekte, die Elektroautos als Fortbewegungsmittel nutzen, in den Startlöchern, dennoch wird es wohl noch eine Weile dauern bis wir den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren voll und ganz vollzogen haben.

Eines der größten Probleme stellen nach wie vor die Infrastruktur und die damit verbundenen, angebotenen Ladestationen dar sowie auch die in der Regel relativ geringen Reichweiten von Elektroautos.

Das innerstädtische Carsharing-System von Elektroautos ist jedoch schonmal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Dieses und zukünftige Carsharing-Systeme können für einen flüssigeren und vor allem auch umweltfreundlicheren Stadtverkehr sorgen und wir sind uns sicher, dass es in Zukunft noch weitere interessante Projekte in diesem Bereich geben wird.

Wir werden Sie zu diesem Thema auch in Zukunft auf dem laufenden halten und wünschen Ihnen eine angenehme Fahrt, egal ob nun in Ihrem eigenen Auto oder per Carsharing.

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