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Sudans Militärrat ruft Protestanführer zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen auf

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General Abdel Fattah al-Burhan Bild: AFP

Sudans Armeechef al-Burhan hat die Protestbewegung dazu aufgerufen, die Verhandlungen über eine Übergabe der Regierungsgeschäfte ohne Vorbedienungen wieder aufzunehmen. Das Land brauche eine Lösung, die alle zufriedenstelle, sagte der General Abdel Fattah al-Burhan.

Die sudanesische Militärregierung hat die Protestbewegung dazu aufgerufen, die Verhandlungen über eine Übergabe der Regierungsgeschäfte ohne Vorbedingungen wieder aufzunehmen. Das Land brauche eine Lösung, die alle zufriedenstelle, sagte der Vorsitzende des Militärrats, General Abdel Fattah al-Burhan, am Mittwoch in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede. Militärrat und Protestbewegung hatten ihre Gespräche über eine Übergangsregierung nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir vor gut zwei Wochen abgebrochen.

Der Sudan brauche endlich wieder eine Regierung, sagte al-Burhan. "Wir wollen nicht, dass die Situation außer Kontrolle gerät. Wir wollen keinen weiteren Staatsstreich", fügte er hinzu. 

Anfang Juni hatten Militärrat und Protestbewegung ihre Verhandlungen über eine zivile Übergangsregierung eingestellt, nachdem Sicherheitskräfte und Milizen ein Protestlager vor dem Armeehauptquartier in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gewaltsam aufgelöst hatten. Nach Angaben von Ärzten wurden dabei fast 130 Menschen getötet.

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