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Frühere Trump-Mitarbeiterin Hope Hicks sagt vor US-Kongress aus

  • AFP
  • In POLITIK
  • 20. Juni 2019, 01:02 Uhr
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Hope Hicks (l.) Bild: AFP

In der Russland-Affäre ist die ehemalige Kommunikationsdirektorin von US-Präsident Donald Trump, Hope Hicks, im US-Kongress befragt worden. Die oppositionellen Demokraten warfen Hicks im Anschluss eine Mauertaktik vor.

In der Russland-Affäre ist die ehemalige Kommunikationsdirektorin von US-Präsident Donald Trump, Hope Hicks, im US-Kongress befragt worden. Die Anhörung im Justizausschuss des Repräsentantenhauses fand am Mittwoch hinter verschlossenen Türen statt. Die oppositionellen Demokraten warfen Hicks im Anschluss eine Mauertaktik vor: Sie habe die Antworten auf fast alle Fragen zu ihrer Zeit im Weißen Haus verweigert.

Der demokratische Abgeordnete Ted Lieu sagte, das Verhalten der früheren Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses vor dem Ausschuss sei einer "Justizbehinderung" gleichgekommen. Demokratische Abgeordnete kündigten deswegen an, Hicks gerichtlich zu Antworten zwingen zu wollen. 

Das Weiße Haus hatte im Vorfeld in einem Schreiben an den Ausschussvorsitzenden Jerry Nadler erklärt, Hicks sei "absolut immun" davor, zu Antworten gezwungen zu werden. Nadler kündigte nun an, diese Argumentation vor Gericht "zerstören" zu wollen.

Trump warf den Demokraten am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter vor, sie würden der "wunderbaren Hope Hicks" schon seit drei Jahren "das Leben zur Hölle machen". Das sei "sehr unfair".

Hicks arbeitete schon im Wahlkampf 2016 in Trumps Team. Bis zu ihrem überraschenden Ausscheiden im März 2018 war sie dann Kommunikationsdirektorin im Weißen Haus.

Sie wurde im Zuge der Untersuchungen zur Russland-Affäre von Sonderermittler Robert Mueller befragt. Dabei ging es unter anderem um ein Treffen von Vertretern von Trumps Wahlkampfteam im Juni 2016 im New Yorker Trump Tower mit einer russischen Anwältin, die belastendes Material über die demokratische Wahlkampfrivalin Hillary Clinton in Aussicht gestellt hatte. Sie sagte auch über Trumps Umgang mit dem früheren Justizminister Jeff Sessions aus.

Mueller hatte in seinen fast zweijährigen Nachforschungen zwar keine Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Team mit Russland im Wahlkampf 2016 gefunden. Vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastete er den Präsidenten jedoch ausdrücklich nicht. Die Demokraten setzen im Kongress die Untersuchungen zur Russland-Affäre und anderem möglichen Fehlverhalten Trumps sowie seines Umfelds fort.

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