Brennpunkte

Demonstranten in Honduras fordern Präsidenten zum Rücktritt auf

img
Ein Demonstrant blockiert eine Straße in Tegucigalpa Bild: AFP

In Honduras sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernandez zu fordern. In mehreren Regionen des mittelamerikanischen Landes blockierten die Demonstranten Straßen mit brennenden Reifen.

In Honduras sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernandez zu fordern. In mehreren Regionen des mittelamerikanischen Landes blockierten die Demonstranten am Mittwoch Straßen mit brennenden Reifen. Die Proteste finden inmitten eines landesweiten Polizeistreiks statt. 

Polizeisprecher Jair Meza sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Polizei werde für Ordnung auf den Straßen sorgen. Angesichts des aktuellen Polizeistreiks erhalte die Truppe Verstärkung von der Armee. 

Vor allem Bereitschaftspolizisten befinden sich in Honduras derzeit im Streik. Mezo zufolge protestieren sie gegen "Drangsalierung am Arbeitsplatz und Machtmissbrauch" durch Vorgesetzte. Die Bereitschaftspolizisten beklagen unter anderem, dass sie in Einsätze geschickt würden, ohne dass ihnen die Kosten dafür erstattet würden. Sie verlangen zudem höhere Gehälter.

Das Sicherheitsministerium erklärte, die Arbeitstage bei der Polizei würden einer Prüfung unterzogen. Tatsächlich sei es wegen der Demonstrationen zu zusätzlichen Schichten gekommen. 

Nach Polizeiangaben streiken auch die LKW-Fahrer in Honduras. Seit Montag stehen die Lastwagen außerhalb der Hauptstadt. Auch sie verlangen höhere Löhne. Wegen des Streiks ist es laut Polizei in einigen Landesteilen zu Engpässen bei der Energieversorgung gekommen. 

STARTSEITE