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McDonald's in Deutschland will ab 2020 rund tausend Tonnen Plastik im Jahr einsparen

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Logo von McDonald's Bild: AFP

Die Fastfoodkette McDonald's will ihren Plastik- und Verpackungsmüll in Deutschland deutlich reduzieren. Ab dem kommenden Jahr, vermutlich ab Sommer, sollen die Desserts McFlurry ohne Plastikdeckel und -löffel verkauft werden.

Die Fastfoodkette McDonald's will ihren Plastik- und Verpackungsmüll in Deutschland deutlich reduzieren. Ab dem kommenden Jahr, vermutlich ab Sommer, sollen die Desserts McFlurry ohne Plastikdeckel und -löffel verkauft werden, wie das Unternehmen am Donnerstag ankündigte. So will McDonald's rund tausend Tonnen Plastik jährlich einsparen, das wäre etwa ein Drittel weniger als 2018. Bereits in diesem Jahr sollen die Plastikhalter der Luftballons abgeschafft werden.

McDonald's habe sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 "all unsere Verpackungsmaterialien nur noch aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen stammen", erklärte Deutschland-Chef Holger Beeck. Derzeit bestehen rund zwölf Prozent der für das Unternehmen eigens hergestellten Verpackungen aus Plastik. "Bei über der Ha?lfte dieser Verpackungen setzen wir bereits recycelten Kunststoff ein", ergänzte ein Unternehmenssprecher.

Die Umstellung von Kunststoffverpackungen auf Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere Papier und Holz, ist aber nach Unternehmensangaben nicht ganz einfach. Ein am Mittwoch beendeter zehntägiger Test in einer Filiale in Berlin habe gezeigt, dass die Kunden Papier- statt Plastikbecher für ihr Dessert zwar gut annahmen, die angebotenen Papierhalme und Holzlöffel aber noch "verbesserungswürdig" fanden. Hier bedürfe es noch der Optimierung, erklärte McDonald's. 

Deutschland-Chef Beeck hob hervor, dass McDonald's nicht nur die Plastikverpackungen, sondern alle Verpackungen reduzieren wolle. So werde die Vierer-Portion McNuggets bereits in diesem Jahr in einer Papiertüte statt in einer -schachtel verkauft, für Heißgetränke gebe es bereits ein Becher-Pfandsystem, das ausgeweitet werde. 

Die im Mai verabschiedete EU-Richtlinie gegen Einwegplastik sieht das Verbot einer Reihe von Produkten vor, die besonders häufig als Abfall in den Weltmeeren landen: Einweggeschirr und -besteck, Trinkhalme und Wattestäbchen aus Plastik müssen bis spätestens Juni 2021 vom Markt genommen werden. McDonald's testete in der Filiale in Berlin diverse nachhaltige Verpackungen - etwa auch Graspapier statt Burgerschachteln oder Ketchup in der Waffel. 

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