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Zwei Angeklagte im Prozess um Missbrauchsskandal von Lügde legen Geständnis ab

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Die Angeklagten im Lügde-Prozess Bild: AFP

Im Prozess um den Missbrauchsskandal von Lügde haben zwei der drei Angeklagten zum Prozessauftakt Geständnisse abgelegt. Die Angeklagten Andreas V. und Mario S. räumten vor dem Landgericht Detmold die ihnen zur Last gelegten Missbrauchstaten ein.

Im Prozess um den Missbrauchsskandal von Lügde haben zwei der drei Angeklagten zum Prozessauftakt am Donnerstag Geständnisse abgelegt. Die Angeklagten Andreas V. und Mario S. räumten vor dem Landgericht Detmold die ihnen zur Last gelegten Missbrauchstaten mit wenigen Ausnahmen ein. Der dritte Angeklagte Heiko V. kündigte ebenfalls eine Erklärung an, für die das Gericht die Öffentlichkeit jedoch erneut von der Verhandlung ausschloss.

Dem 56-jährige Andreas V. aus Lügde legt die Detmolder Staatsanwaltschaft zahlreiche Straftaten zur Last, die er im Sommer 1998 und seit Anfang 2008 bis Ende 2018 an Kindern begangen haben soll. Der 34-jährige Mario S. soll von 1999 bis zum Januar dieses Jahres ebenfalls in zahlreichen Fällen sexuellen und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern begangen haben. Dem 49 Jahre alte Heiko V. wirft die Anklage unter anderem Anstiftung zum sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Beihilfe vor.

In Jugendschutzprozessen wird Missbrauchsopfern durch die Geständnisse der Angeklagten in der Regel ein Auftritt als Zeugen erspart. Auch die Vorsitzende Richterin der Detmolder Jugendschutzkammer, Anke Grudda, betonte am Donnerstag wiederholt, dass das Gericht nach Möglichkeit von einer inhaltlichen Befragung der Opfer Abstand nehmen will. 

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