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Daimler fährt im zweiten Quartal herben Verlust ein

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Logo der Daimler-Marke Mercedes Bild: AFP

Der Autobauer Daimler hat im zweiten Quartal einen herben Verlust eingefahren: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug minus 1,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitagmorgen in Stuttgart mitteilte.

Der Autobauer Daimler hat im zweiten Quartal einen herben Verlust eingefahren: Unter dem Strich stand ein Minus von 1,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitagmorgen in Stuttgart mitteilte. Daimler korrigierte angesichts der Quartalszahlen seine Erwartungen für 2019 nach unten - zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Als Gründe für das schwache Quartal nannte Daimler vor allem hohe Rücklagen für die Diesel-Problematik und Airbag-Rückrufe sowie schwächelnde Automobilmärkte.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern, auch operativer Gewinn genannt, liege im zweiten Quartal "signifikant unter den Markterwartungen", teilte der Autobauer mit. Besonders betroffen war der Geschäftsbereich der Mercedes-Benz Vans. Er fuhr allein ein Minus von zwei Milliarden Euro ein, was an anderer Stelle ausgeglichen wurde.

Im Vorjahresquartal hatte Daimler noch einen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro erzielt. Auch in diesem Jahr waren die Investoren für diesen Zeitraum von einem Plus von über zwei Milliarden Euro ausgegangen. Endgültige Zahlen will der Konzern am 24. Juli bekanntgeben.

Daimler korrigierte trotzdem bereits seine Prognose: Der Konzerngewinn werde in diesem Jahr voraussichtlich "nun deutlich unter dem Vorjahreswert" liegen. Bislang war der Autobauer von einem Gewinn in der Größenordnung des Vorjahres ausgegangen. Im Jahr 2018 hatte Daimler einen Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von 11,1 Milliarden Euro erzielt, das Konzernergebnis lag bei 7,6 Milliarden Euro.

Daimler führte eine Reihe von Gründen für die Entwicklung der Quartalszahlen auf: So mussten die Rückstellungen für einen erweiterten Rückruf von Airbags des Herstellers Takata um rund eine Milliarde Euro erhöht werden, außerdem würden 1,6 Milliarden Euro mehr an Aufwendungen für Verfahren und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal erwartet. Das Wachstum der Automobilmärkte gestalte sich außerdem "geringer als erwartet".

Die Anleger reagierten prompt. Am Vormittag verlor die Aktie an der Frankfurter Börse 1,15 Prozent und lag bei 43,13 Euro.

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