Umwelt

Südkoreanische Hundezüchter demonstrieren in Seoul gegen Tierschützer

  • AFP
  • In UMWELT
  • 12. Juli 2019, 17:00 Uhr
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Züchter in Seoul demonstrieren für Hundefleischkonsum Bild: AFP

'Liebe Bürger, bitte esst Hundefleisch': Mit diesem und ähnlichen Slogans sind Hundezüchter am Freitag auf die Straße gegangen, um gegen eine gleichzeitig stattfindende Tierschutzdemonstration zu protestieren.

"Liebe Bürger, bitte esst Hundefleisch": Mit diesem und ähnlichen Slogans sind südkoreanische Hundezüchter am Freitag in Seoul auf die Straße gegangen, um gegen eine gleichzeitig stattfindende Tierschutzdemonstration zu protestieren. Während die Tierschützer ein Verbot von Hundefleisch in dem asiatischen Land forderten, aßen die Hundezüchter demonstrativ genüsslich Häppchen der umstrittenen Delikatesse. 

Mit Stirnbändern mit der Aufschrift "Kämpft!" und "Vereint euch!" warb die kleine, aber lautstarke Gruppe aus Hundezüchtern für den Verzehr von Hundefleisch. Ihr Argument: Hundefleisch sei "gut für die Haut" und außerdem ein südkoreanisches Kulturgut, das "unsere Vorfahren seit Generationen genossen haben".

An der größeren Demonstration gegen Hundefleisch vor dem südkoreanischen Parlament nahm unter anderem die Hollywood-Schauspielerin und Vegetarierin Kim Basinger teil. Die meist schwarz gekleideten Demonstranten forderten ein Verbot von Hundefleisch. 

In den vergangenen Jahren ist der Hundefleischkonsum in Südkorea infolge von Schlachthofschließungen, aber auch als Folge der Lobbyarbeit von Aktivisten zurückgegangen. 

Im Schnitt werden in dem Land pro Jahr etwa eine Million Hunde gegessen. In einer Umfrage von 2017 gaben 70 Prozent aller Südkoreaner an, kein Hundefleisch zu essen. Nur 40 Prozent sind allerdings für ein Verbot. 

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