Politik

FDP fordert gleiche Bildungschancen für Kinder unabhängig vom Bundesland

  • AFP
  • In POLITIK
  • 17. Juli 2019, 13:04 Uhr
img
Katja Suding (FDP) Bild: AFP

Die FDP hat die jüngsten Vorstöße für die Schaffung eines bundesweiten Zentralabiturs begrüßt. Notwendig seien 'bundesweit einheitliche und ambitionierte Bildungsstandards', sagte die FDP-Fraktionsvize Katja Suding der Nachrichtenagentur AFP.

Die FDP hat die jüngsten Vorstöße für die Schaffung eines bundesweiten Zentralabiturs begrüßt. "Es ist gut, dass die Debatte endlich Fahrt aufnimmt", sagte FDP-Fraktionsvize Katja Suding am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Jedes Kind verdient die gleichen Bildungschancen, unabhängig davon, in welchem Bundesland es zur Schule geht."

Deshalb fordere die FDP "bundesweit einheitliche und ambitionierte Bildungsstandards und vergleichbare Schulabschlüsse auf allen Ebenen", fügte Suding hinzu. Zugleich bräuchten die Schulen mehr Handlungsfreiheit, um selbst zu entscheiden, wie sie Budget, Personal, Methoden und Material bestmöglich einsetzen könnten.

Zudem müsse der Bund Bildung finanziell stärker unterstützen, vor allem im Rahmen einer Offensive auf den Bildungsfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint), einer Exzellenzinitiative für die berufliche Bildung und eines Digitalpakts 2.0.

Zuvor hatte der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, Deutschland zu einem bundesweiten Zentralabitur geraten. "Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt", sagte Schleicher den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Denn am Ende bewerben sich die Schüler um die gleichen Hochschulen und Ausbildungsplätze."

Die Debatte über ein Zentralabitur angestoßen hatte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Sie hatte in einem Interview entschlossene Schritte für ein deutschlandweites Zentralabitur gefordert. Gegen den Vorstoß sprach sich unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus.

STARTSEITE