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Regierungsanhänger feiern 40. Jahrestag der Revolution in Nicaragua

  • AFP
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  • 20. Juli 2019, 09:49 Uhr
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Nicaraguas Präsident Daniel Ortega (Mitte) Bild: AFP

Vor dem Hintergrund einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise hat Nicaragua den 40. Jahrestag der sandinistischen Revolution gefeiert. Tausende Regierungsanhänger versammelten sich in Managua, wo Staatschef Ortega eine Rede hielt.

Vor dem Hintergrund einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise hat Nicaragua den 40. Jahrestag der sandinistischen Revolution gefeiert. Tausende Regierungsanhänger versammelten sich am Freitag in der Hauptstadt Managua, wo der umstrittene Staatschef Daniel Ortega eine Rede hielt. Darin wies er Forderungen nach einem Rücktritt vor dem Ende seines Mandats im Jahr 2021 und Gespräche mit der Opposition zurück.

Der einzige Dialog, der "unter den derzeitigen Umständen etwas taugt", sei jener mit den Bürgern, die für die Entwicklung des Landes arbeiten wollten, sagte Ortega. Die Gespräche mit der Oppositionsbündnis Bürgerliche Allianz für Gerechtigkeit und Demokratie (ACJD) waren Mitte Mai abgebrochen worden.

Am 19. Juli 1979 endete die Diktatur von Anastasio Somoza mit dessen Flucht nach Paraguay. Der triumphale Einzug der Guerilla-Kämpfer in Managua besiegelte damals den Sieg der Sandinisten über die jahrzehntelange Herrschaft der Somoza-Familie. 

Der ehemalige Guerillaführer Ortega wurde 1985 erstmals zum Staatschef gewählt. Seit dem Jahr 2007 ist er wieder im Amt.

Die Proteste in dem zentralamerikanischen Land hatten am 18. April 2018 begonnen, nachdem Ortega eine Rentenreform angekündigt hatte. Bald richteten sich die Proteste jedoch auch gegen seinen autoritären Regierungsstil. Seit Beginn der Proteste wurden mehr als 325 Menschen getötet und mehr als 600 Menschen festgenommen. Zehntausende Nicaraguaner gingen ins Exil.

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