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DFB-Pokal - Die Spiele haben begonnen

  • Redaktion
  • In SPORT
  • 13. August 2019
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@ skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

In jeder Fußballsaison sind einige Spieletage für den DFB-Pokal reserviert. Und Millionen Fans aus verschiedenen Ligen fiebern mit, ob ihre Mannschaft die nächste Runde erreicht. Der seit 1935 ausgetragene Pokal hieß erst Tschammerpokal. Hier spielten in den ersten Runden noch 4.000 Mannschaften in einem komplizierten System aus Vor-, Zwischen- und Hauptrundenspielen. In diesen Runden konnten sich dann 64 Mannschaften für die Endrunden qualifizieren. Im 2. Weltkrieg wurde der Tschammerpokal eingestellt.


Ab 1952 wurde das Turnier als DFB-Pokal neugegründet. Der erste Gewinner war damals der Verein Rot-Weiß Essen. Ab 1963 kam es dann zu der Regelung, dass die Bundesligisten automatisch qualifiziert sind. Seid dieser Zeit gab es keine tiefergehenden Änderungen mehr.

So sieht der Modus im DFB-Pokal aus

Das besondere an diesem Turnier ist, dass nicht etwa nur die Mannschaften der Bundesliga antreten. Auch die Mannschaften der 2. Bundesliga und die ersten vier Mannschaften der 3. Liga sind für den Pokal qualifiziert. Dazu kommen 24 Mannschaften aus den Regionalligen, wobei es sich hier meist die Pokalsieger handelt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Turnieren besitzt der DFB-Pokal in der ersten Runde keine Gruppenphase. Bereits ab der ersten Runde wird im KO-System gespielt - die Mannschaft die verliert, scheidet aus. Damit haben auch schwächere Mannschaften die Chance in die nächste Runde zu kommen. Gespielt werden insgesamt sechs Runden wobei die sechste Runde das Finale ist, welches traditionell in Berlin ausgetragen wird.

Die Auslosung ist etwas kompliziert

Ein Merkmal des Pokals ist, dass vor jeder Runde eine Auslosung der jeweils gegeneinander spielenden Mannschaften stattfindet. Das Prozedere der Auslosung ist zumindest vor den ersten beiden Runden ein wenig kompliziert. Vereinfacht beschrieben werden zwei Töpfe verwendet. In dem einem Topf befinden sich die Profimannschaften. In dem anderen Topf die Mannschaften aus den Amateurklassen.
Nun wird abwechselnd aus beiden Töpfen die Spielpaarungen gezogen. Damit soll erreicht werden, dass möglichst viele Amateurmannschaften gegen Profimannschaften spielen können. Was sich im ersten Moment unfair anhört macht durchaus Sinn. So erhalten die Amateurmannschaften automatisch Heimspielrecht. Dadurch erhalten die Mannschaften eine überregionale Bühne auf der sie sich präsentieren können. Aber auch der finanzielle Aspekt ist nicht zu verachten. Bei einem Besuch einer Profimannschaft ist ein ausverkauftes Stadion fast schon garantiert.

Der DFB-Pokal hat seine eigenen Gesetze

Immer wieder hört man, das dem DFB-Pokal nachgesagt wird, das er seine eigenen Gesetze hat. Damit sind aber nicht die Regeln gemeint, die im Fußball gelten. Der Spruch bezieht sich darauf, das auch Mannschaften aus der zweiten oder dritten Liga die Chance haben, höherklassige Mannschaften aus dem Turnier zu werfen. Und das kommt gar nicht mal so selten vor, wie man vielleicht meinen würde. So wurden in der Saison 2018/19 der Zweitligist SSV Jahn Regensburg von Lok Leipzig aus der Regionalliga in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal geworfen.
Auch den Pokalgewinner aus der Vorrunde, Eintracht Frankfurt, traf es gleich in der ersten Runde. Sie mussten sich dem Regionalligisten SSV Ulm 1846 geschlagen geben und schieden aus. Was für manche Fans der Vereine eine Katastrophe ist, kann für begeisterte Wetter ein Freudenfest sein. Setzt man nämlich bei Sportwetten auf den Sieg einer schwächeren Mannschaft, winken sehr gute Quoten.

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