Mexiko

Mexiko und die USA wollen Informationen über Angriff in El Paso austauschen

  • AFP
  • In POLITIK
  • 14. August 2019, 10:19 Uhr

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Mexiko hat nach eigenen Angaben mit den USA vereinbart, Informationen über den mutmaßlich rassistisch motivierten Schusswaffenangriff in der US-Grenzstadt El Paso auszutauschen. Bei einem Treffen in Mexiko-Stadt hätten Vertreter beider Länder vereinbart, sich über ihre jeweiligen Ermittlungen in dem Fall auszutauschen, teilte das mexikanische Außenministerium am Dienstag mit. Das Ministerium habe gegenüber den US-Behörden zudem seine Besorgnis über den Angriff und die Verbindungen des Täters zum Rechtsextremismus zum Ausdruck gebracht.

Ein 21-jähriger Weißer hatte am 3. August in einem Walmart-Einkaufszentrum im texanischen El Paso 22 Menschen getötet. Acht der Todesopfer waren Mexikaner. Die Ermittler vermuteten schnell ein rassistisches Motiv: Der Täter hatte vor der Attacke ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer "hispanischen Invasion" in Texas warnte. Nach seiner Festnahme sagte er nach Angaben der Polizei, sein Angriff habe sich gezielt gegen Mexikaner gerichtet.

Mexikos Außenminister Marceló Ebrard hatte den Angriff als "Terrorakt" gegen Mexikaner verurteilt. Vergangene Woche schickte die mexikanische Regierung zudem eine diplomatische Note nach Washington, in der sie sich gegen Hassreden und die Ideologie der weißen Vorherrschaft aussprach. Sie verlangte außerdem Informationen über mögliche weitere Gefahren für Mexikaner in den USA. Am Mittwoch will ein Vertreter der mexikanischen Regierung nach El Paso reisen und sich mit US-Ermittlern treffen.

El Paso liegt gegenüber von Ciudad Juárez an der Grenze zu Mexiko. Mehr als 80 Prozent der 680.000 Einwohner sind lateinamerikanischer Herkunft.

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