Schweden

Bewährungsstrafe für US-Rapper ASAP Rocky wegen Körperverletzung

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ASAP Rocky Bild: AFP

US-Rapper ASAP Rocky ist in Schweden wegen einer Straßenschlägerei zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Stockholm sprach den Musiker und zwei Begleiter am Mittwoch der Körperverletzung schuldig.

US-Rapper ASAP Rocky ist in Schweden wegen einer Straßenschlägerei zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Stockholm sprach den Musiker und zwei Begleiter am Mittwoch der Körperverletzung schuldig. ASAP Rocky - mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers - habe sein Opfer zu Boden geworfen und ihm auf den Arm getreten, befanden die Richter. Die Angeklagten hätten den jungen Mann geschlagen und getreten, während er am Boden lag.

Die Darstellung des Rappers und seiner Begleiter, es habe sich um Notwehr gehandelt, wies das Gericht zurück. Die drei hätten sich "nicht in einer Lage befunden, in der ihnen Selbstverteidigung zustand". Sie müssen dem Kläger insgesamt 12.500 schwedische Kronen (1200 Euro) Schadenersatz zahlen.

Der Anwalt des Rappers, Slobodan Jovicic, sagte, Mayers sei "unglaublich enttäuscht" über die Entscheidung des Gerichts: "Wir hatten auf einen Freispruch gehofft." Sein Klient habe noch nicht entschieden, ob er Berufung einlegen werde.

Der Rapper selbst war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Wegen Fluchtgefahr war Mayers zunächst in Untersuchungshaft gekommen. Nachdem Anklage und Verteidigung am 2. August ihre Schlussplädoyers gehalten hatten, kam er auf freien Fuß und flog mit einem Privatflugzeug umgehend zurück in die USA. 

Bei seinem ersten Auftritt nach der Entlassung am Sonntag im kalifornischen Anaheim hatte ASAP Rocky seinen Fans gedankt und seine Erlebnisse als "beängstigend" und "demütigend" bezeichnet. 

Der 30-Jährige war am 30. Juni in Stockholm nach einem Konzert an einer Schlägerei beteiligt und wenige Tage später festgenommen worden. Fans, Kollegen und Prominente bis hin zu US-Präsident Donald Trump hatten seine Freilassung gefordert. Trump ging dabei auf Konfrontationskurs mit der schwedischen Regierung. Diese verwies wiederholt auf die Unabhängigkeit der schwedischen Justiz. Anfang August kamen die drei nach den Plädoyers von Anklage und Verteidigung schließlich frei.

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