Gesundheit

Patientenschützer fordert höhere Leistungen aus der Pflegeversicherung

  • AFP
  • In POLITIK
  • 17. August 2019, 16:09 Uhr
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Flur einer Betreuungseinrichtung Bild: AFP

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht angesichts steigender Kosten für die Unterbringung in Pflegeeinrichtungen dringenden Handlungsbedarf durch die Politik.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht angesichts steigender Kosten für die Unterbringung in Pflegeeinrichtungen dringenden Handlungsbedarf durch die Politik. Für die Pflegeheimbewohner stiegen die Eigenanteile "unaufhörlich", die Leistungen aus der Pflegeversicherung seien jedoch "seit zweieinhalb Jahren gleich geblieben", sagte Vorstand Eugen Brysch am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der bisher gezahlte Zuschuss aus der Pflegeversicherung reiche nicht einmal aus, um die reinen Pflegekosten im Heim zu bezahlen, kritisierte Brysch. "Für eine zukunftssichere und bezahlbare Pflege muss die Finanzierung endlich grundlegend reformiert werden." So müsse die Pflegeversicherung die gesamten Pflegekosten übernehmen, den zusätzlichen Aufwand für Unterbringung, Verpflegung und Investitionen solle jeder weiterhin selbst zahlen.

Der "Spiegel" hatte am Freitag unter Berufung auf Angaben des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) über die Kosten für eine Unterbringung im Pflegeheim berichtet. Demnach müssen Ältere derzeit im Bundesdurchschnitt 1891 Euro selbst zu ihrem Heimplatz beisteuern. Das sind rund 60 Euro mehr als noch zum Jahresbeginn und 120 Euro mehr als im Januar 2018. Allerdings gibt es demnach immense Unterschiede zwischen den Bundesländern.

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