Brennpunkte

13.200 Sicherheitskräfte bei G7-Gipfel in Frankreich im Einsatz

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Polizeikontrollen an der französisch-spanischen Grenze vor dem G7-Gipfel Bild: AFP

Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Frankreich hat es in dem Land mehrere Festnahmen gegeben. Fünf Verdächtige seien in Polizeigewahrsam, hieß es am Dienstag von Seiten der Justiz. Darunter seien auch Anhänger der Bewegung Schwarzer Block. Sie sollen auf Online-Netzwerken dazu aufgerufen haben, beim G7-Gipfel in dem Badeort Biarritz im Südwesten Frankreichs Sicherheitskräfte anzugreifen. 

Frankreich mobilisiert für den G7-Gipfel ab Samstag ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften: Im Atlantik-Badeort Biarritz sind 13.200 Polizisten im Einsatz, wie der französische Innenminister Christophe Castaner am Dienstag bei einem Besuch in der Stadt mitteilte. Die Behörden befürchten Ausschreitungen von Gipfelgegnern. Mehrere Verdächtige wurden unter dem Vorwurf des Gewaltaufrufs vorübergehend festgenommen.

"Wir werden keine Exzesse dulden", sagte Innenminister Castaner in Biarritz, wo ab Samstag unter anderem US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet werden. Die Sicherheitskräfte würden hart gegen Gewalttäter vorgehen, kündigte der Minister an. Das französische Militär soll nach seinen Worten die Polizei während des dreitägigen Gipfels unterstützen. Die Armee ist in Frankreich im Kampf gegen Terroristen im Einsatz.

Wegen mutmaßlicher Gewaltaufrufe gegen Sicherheitskräfte wurden fünf Menschen festgenommen. Vier der Verdächtigen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, gegen einen fünften ermitteln die Behörden weiter. Ihm wird "Provokation" mittels elektronischer Medien vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Vorher hatte es von den Ermittlungsbehörden geheißen, unter den Festgenommenen seien mutmaßliche Anhänger der Bewegung Schwarzer Block. Sie sollen in Online-Netzwerken dazu aufgerufen haben, ein Hotel anzugreifen, in dem Polizisten während des Gipfeltreffens untergebracht sind. In einem Aufruf habe es geheißen, das Gebäude solle "niedergebrannt" werden.

Die vor allem bei Surfern beliebte Stadt Biarritz im Südwesten Frankreichs wird für den dreitägigen Gipfel abgeriegelt: Der Flughafen sowie die Bahnhöfe in der Stadt und im Umland werden für die Dauer des Treffens geschlossen. Zum Atlantik hin richten die Behörden eine scharf kontrollierte "rote Zone" ein. Sie erstreckt sich rund um das Luxushotel, das als Tagungszentrum dient. 

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