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US-Vermögensverwalter sieht Wachstumspotenzial für Private Equity

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New York - Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock sieht enormes Wachstumspotenzial für Private Equity, also Kapital für Firmenbeteiligungen oder -übernahmen abseits der Aktienbörsen. Das ergab eine Untersuchung des US-Vermögensverwalters, über die das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet.

Diese alternativen Anlagen könnten der Untersuchung zufolge in den kommenden Jahren in völlig neue Dimensionen anwachsen. So sei ein Investment von 20 bis 40 Prozent in privaten Märkten sinnvoll sein, zu denen die Experten Private Equity zählen, sagte Jean Boivin, Analysechef von Blackrocks Investment-Institut. Dieses Urteil hat Gewicht hat, denn der US-Vermögensverwalter betreut weltweit Gelder im Volumen von 6,5 Billionen US-Dollar. Alternative Anlagen profitieren von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die Anleihen zunehmend unattraktiv erscheinen lässt, während die Profis bei den Aktien immer mehr Angst vor Rückschlägen an den Börsen haben.

Anders als in den USA ist in Deutschland Private Equity weniger weit verbreitet. Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen haben meist nur einen kleinen Betrag in Beteiligungskapital gesteckt, oftmals liegt der Anteil an der gesamten Anlagesumme nur zwischen einem und drei Prozent. Profi-Investoren versuchten derzeit, ihre Portfolios krisenresistenter zu machen, so der Blackrock-Stratege. "Die besten 25 Prozent der Private-Equity-Häuser erreichen eine Überrendite von zwei bis vier Prozentpunkten gegenüber dem Durchschnittsertrag an den öffentlichen Börsen", sagte Boivin dem "Handelsblatt".

Auf ein halbes Jahrzehnt gesehen sei eine Rendite vor Gebühren von beispielsweise 13 Prozent bei Private Equity in den USA erzielbar. Bei börsennotierten kleinen US-Unternehmen seien es dagegen erwartete 5,9 Prozent Rendite. Selbst ein konjunktureller Abschwung wird Boivin zufolge den Trend hin zu Private Equity nicht stoppen. Das hohe verfügbare Beteiligungskapital von 1,3 Billionen Dollar, das noch investiert werden müsse, könne in einem Abschwung als Puffer genutzt werden, wenn sich Investoren von ihren Engagements trennen wollten, so der Blackrock-Stratege weiter.

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