Straßenverkehr

Umfrage: Große Mehrheit besorgt um Zukunft des Verkehrs

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Berlin - Die große Mehrheit der Bundesbürger sorgt sich um die Zukunft des Verkehrs. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten.

Demnach sind 82 Prozent der Befragten besorgt, dass Pendeln immer mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Knapp 80 Prozent befürchten, dass die Luftverschmutzung in Städten durch den Autoverkehr deutlich schlimmer werde. Eine Mehrheit der Bundesbürger befürwortet laut der RWI-Studie deswegen eine Neuaufteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Fahrrad und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren für den Autoverkehr. Auch gegen Fahrstreifen für Busse und Bahnen auf staubelasteten Straßen haben wenige etwas: knapp 70 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, 21 Prozent haben dazu keine Meinung, nur zehn Prozent sind dagegen, heißt es in der Studie weiter. Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität erhält mit 66 Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmungsrate, nur rund zwölf Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus. Auch ein Ausbau von Fahrradwegen auf Kosten von Autoparkplätzen befürworten 50 Prozent der Befragten, 28 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab, heißt es in der Studie von RWI und WZB, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Radikalere Vorschläge jedoch blitzen ab: Autofreie Innenstädte oder einen Zulassungsstopp für Verbrennungsmotoren ab 2035 finden keine Mehrheit. Zwar ist laut Forsa rund die Hälfte der Befragten dafür, dass Fahrzeuge, die Schadstoffgrenzwerte überschreiten, ein Fahrverbot erhalten. Für eine höhere Besteuerung von Dieselautos sprächen sich jedoch nur 36 Prozent aus, heißt es in der Studie weiter. Ein generelles Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 befürworten nur 28 Prozent. Noch ablehnender erwiesen sich die Bundesbürger, wenn es um das eigene Portemonnaie gehe. Höhere Parkgebühren in Innenstädten halten nur knapp 21 Prozent der Befragten für eine gute Lösung. Die Analysen zeigten, dass Befürworter der Maßnahmen eher weiblich seien, akademisch gebildet, bereits heute den ÖPNV nutzen und in Orten mit einer sehr guten ÖPNV-Anbindung lebten, heißt es in der Studie, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Demgegenüber müsse bei den meisten Maßnahmen mit signifikant niedrigerer Zustimmung im Osten Deutschlands gerechnet werden. Für die Erhebung befragte Forsa im Zeitraum vom 23. April bis zum 12. Juni 2018 insgesamt 7.823 Haushaltsvorstände.

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