Irak

Kramp-Karrenbauer pocht auf Verlängerung des Anti-IS-Mandats der Bundeswehr

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Kramp-Karrenbauer in Bagdad Bild: AFP

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat ihre Forderung nach einer Verlängerung des Anti-IS-Mandats der Bundeswehr untermauert. Langfristiges Ziel sei die Stabilisierung des Irak, 'und das liegt in unseren ureigenen Interesse', sagte sie.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat bei ihrem Irak-Besuch ihre Forderung nach einer Verlängerung des Anti-IS-Mandats der Bundeswehr untermauert. "Die Verantwortlichen hier in der Region schätzen die deutsche Hilfe sehr, schätzen das, was die Bundeswehr macht, sehr und sie hoffen sehr darauf, dass wir in dieser Region weiter verbleiben können", sagte Kramp-Karrenbauer am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". 

Die Bundeswehr leiste mit ihren Aufklärungsflügen und bei der Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte einen wichtigen Beitrag. Langfristiges Ziel sei die Stabilisierung des Irak und der Region, "und das liegt in unserem ureigenen Interesse", betonte Kramp-Karrenbauer.

"Der Islamische Staat sei zurückgedrängt worden, er sei aber "noch nicht besiegt". Er sei jederzeit in der Lage, "hier wieder stark zu werden". Dies habe auch Auswirkungen "auf die Sicherheitslage bei uns zu Hause", sagte die CDU-Politikerin. Eine Verbesserung der Sicherheitslage im Irak sei auch die Voraussetzung für den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. So könne erreicht werden, dass "die Millionen Flüchtlinge irgendwann auch hier in diesem Land wieder eine Perspektive haben".

Die Bundeswehr beteiligt sich mit Tornado-Aufklärungsjets und Tankflugzeugen der Luftwaffe, die im jordanischen Al-Asrak stationiert sind, an der internationalen Anti-IS-Mission. Zugleich dient der Bundeswehreinsatz der Beratung und Ausbildung irakischer Streitkräfte. Das Mandat endet am 31. Oktober, über eine Verlängerung herrscht Uneinigkeit zwischen der Union und der SPD, die den Einsatz gern beenden möchte.

Kramp-Karrenbauer war am Dienstagabend in Erbil eingetroffen. Am Mittwoch besucht sie in der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak unter anderem ein Frauenzentrum, das vom IS ehemals versklavten Jesidinnen hilft. Die Minister will drei dieser Jesidinnen treffen, darunter eine 13-Jährige. Zudem ist ein Besuch des deutschen Einsatzkontingents in Erbil sowie in dem Ausbildungscamp Bnslawa geplant. 

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