Finanzen

Sollten sich Immobilieneigentümer 2019 von ihren Objekten trennen?

  • Redaktion
  • In FINANZEN
  • 11. September 2019
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@ filin127 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Der Immobiliensektor ist im Moment so aufgeheizt, wie kaum eine andere Branche. In Berlin wird ernsthaft über die Enteignung von Immobilieneigentümern diskutiert. Einige Politiker wollen die Immobilienpreise vorher sogar künstlich in den Keller treiben, indem sie zunächst die Mieten per Gesetz begrenzen und erst danach zu einem lächerlich niedrigen Preis enteignen und entschädigen.

Vermutlich wird dieses Vorgehen schon aus juristischer Sicht nicht möglich sein. Trotzdem sorgt es für Verunsicherung bei Aktionären und Immobilieneigentümern. So ist der Aktienkurs der Deutsche Wohnen in den letzten Monaten dramatisch gefallen.

Und auch kleine Vermieter, die ein oder zwei Wohnungen als zentralen Baustein ihrer Altersvorsorge gekauft haben, sind verständlicherweise besorgt. Sie wissen nicht, ob sie in Zukunft noch mit einer angemessenen Miete rechnen können. Besonders hart trifft es die Eigentümer, die mit der Miete noch einen laufenden Kredit tilgen müssen.

Immer öfter stellt sich deshalb die Frage, ob man seine Immobilien jetzt überhaupt noch behalten sollte. In diesem Artikel wollen wir darauf antworten.

Selbstgenutzte Immobilien sollte man behalten

Wer sich schon vor vielen Jahren ein Eigenheim gekauft hat, der sollte das natürlich nicht verkaufen. Die aktuellen Unsicherheiten am Immobilienmarkt spielen für solche Eigentümer nämlich erst einmal keine Rolle. Die Enteignungspläne treffen wohl nur die Immobilieneigentümer, die ihre Häuser und Wohnungen vermieten.

Eine theoretisch erzielbare Miete für das Eigenheim ist auch nicht so wichtig, denn der subjektive Nutzwert bleibt identisch. Nur im Falle eines Verkaufs könnten die Enteignungspläne problematisch werden. Falls die Politik sie tatsächlich Verfassungskonform durchsetzt, würde das den gesamten Immobilienmarkt treffen und die Preise in die Tiefe stürzen lassen.

Allerdings gilt das voraussichtlich nur für Immobilien in Berlin. Denn Pläne in anderen Städten sind nicht spruchreif und werden zumindest vorerst nicht mehrheitsfähig sein.

Die Gefahren für Eigentümer mit wenigen Objekten

Wer nur eine oder wenige Wohnungen in Berlin besitzt, der ist besonders stark gefährdet. Selbst wenn er nicht von den Enteignungsplänen des Berliner Senats betroffen sein sollte, wird die Vermarktung der Objekte in Zukunft enorm schwer werden. Potentielle Käufer werden rar sein und der erzielbare Preis wird niedrig ausfallen.

Wer im Bereich Immobilien aktuell ein Klumpenrisiko hat sollte deshalb darüber nachdenken, ob er nicht zumindest einige Objekte veräußern möchte, um das Geld in andere Investitionen umzuschichten. So ist man der Willkür der Berliner Politik nicht ganz so sehr ausgesetzt.

Lohnen sich noch Investitionen in die Objekte?

Viele Eigentümer fragen sich, ob sie überhaupt noch in ihre Immobilien investieren sollen. Große Projekte sollte man sich vermutlich erst einmal verkneifen. Denn es ist fraglich, ob diese in Zukunft noch einen finanziellen Vorteil bringen.

Kleinere Arbeiten sollte man aber trotzdem noch ausführen. Besonders der Tausch von alten Fenstern und Türen ist eine sinnvolle Maßnahme bei alten Immobilien. So lässt sich die Energiebilanz erhöhen und die Optik wird deutlich besser. Ein Angebot für ein Fenster auf Sondermaß können sich Eigentümer bei SparFenster einholen. Damit können sie den Tausch sogar selbst durchführen und die Kosten gering halten.

Wer seine Investition in die Wohnung trotz der niedrigen Kosten finanzieren möchte, der findet hier eine Übersicht über die besten Kredite, mit denen sich solche und andere Vorhaben ganz einfach realisieren lassen.

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