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Weltbank drängt China zu rascheren Wirtschaftsreformen

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100-Yuan-Note Bild: AFP

Die Weltbank hat China zu raschen Wirtschaftsreformen gedrängt, um der langsamer wachsenden Konjunktur und dem anhaltenden Handelsstreit mit den USA etwas entgegenzusetzen.

Die Weltbank hat China zu rascheren Wirtschaftsreformen gedrängt, um der langsamer wachsenden Konjunktur und dem anhaltenden Handelsstreit mit den USA etwas entgegenzusetzen. China verfüge über einen "beträchtlichen Handlungsspielraum", um seine wirtschaftliche Aufholjagd voranzutreiben, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Jedoch verlören die klassischen "Wachstumsmotoren" immer mehr an Schwung.

Nach drei Jahrzehnten stetigen Wachstums, das vor allem durch den Export günstig hergestellter Industrieprodukte getragen wurde, geht das Wachstum der chinesischen Konjunktur seit 2010 zurück. Im zweiten Quartal dieses Jahres legte die Wirtschaft des Landes trotz unterstützender Maßnahmen seitens der Regierung um 6,2 Prozent zu, das war das niedrigste Wachstum seit 27 Jahren. 

Die Weltbank drängte China vor allem dazu, Innovationen und neue Technologien noch stärker zu fördern - vor allem, um die digitale Wirtschaft weiterzuentwickeln. Außerdem müssten Wettbewerbsverzerrungen und -hindernisse beseitigt werden. Nicht zuletzt sei entscheidend, kleine und mittlere Privatunternehmen stärker zu fördern und wenig ertragreiche Staatsunternehmen zu reformieren.

China sieht sich auch regelmäßig Forderungen seitens der US-Regierung ausgesetzt, faire Wettbewerbsbedingungen auch für ausländische Firmen zu garantieren. Seit über einem Jahr liefern sich die beiden Länder einen Handelskonflikt, in dem beide bereits eine Reihe von Strafzöllen erhoben.

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