Irland

Aktionäre laufen Sturm gegen hohe Bonuszahlung an Ryanair-Chef O'Leary

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Ryanair-Chef O'Leary Bild: AFP

Dem irischen Billigflieger Ryanair schlägt Gegenwind der Aktionäre bei der geplanten Vergütung der Unternehmensspitze entgegen. Die Airline sieht sich derzeit mit Streiks ihres Personals konfrontiert.

Dem irischen Billigflieger Ryanair schlägt Gegenwind der Aktionäre bei der geplanten Vergütung der Unternehmensspitze entgegen. Nach Angaben der Airline votierten bei der Hauptversammlung am Donnerstag nur 50,5 Prozent der Aktionäre für die Vergütungspolitik des Unternehmens, mit der Konzernchef Michael O'Leary einen Bonus von umgerechnet bis zu 99 Millionen Euro einstreichen könnte.

Die Pläne erlauben dem Konzernchef in den kommenden Jahren den Kauf von bis zu zehn Millionen Ryanair-Aktien zu einem festgelegten Preis - geknüpft an eine bestimmte wirtschaftliche Performance des Unternehmens. Würde O'Leary das ausschöpfen, käme ein solch hoher Bonus zusammen. Das Unternehmen teilte nun mit, mit den Aktionären im Gespräch bleiben und ihre Bedenken aufnehmen zu wollen.

Ryanair sieht sich derzeit mit Streiks seines Personals konfrontiert. In Großbritannien protestieren die Ryanair-Piloten seit Mittwoch mit Arbeitsniederlegungen gegen ihre Arbeitsbedingungen und ihr Gehalt, bislang blieb der Streik aber ohne Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Ende September sind zudem Streiks des Kabinenpersonals in Portugal und der Piloten in Spanien geplant.

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