Brennpunkte

Empörung über "schlag-kräftige" Burger-Werbung in Belgien

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Der Facebook-Spot löste in Belgien scharfe Proteste ausn Bild: AFP

Für heftige Empörung sorgt in Belgien derzeit die Comic-artige Werbung einer Burger-Marke, in der ein Mann eine Frau schlägt, weil sie ihm den falschen Hamburger gebracht hat. Bei der Werbeaufsicht gingen seit Dienstag über 300 Beschwerden ein.

Eine Burger-Werbung, in der ein Mann wegen eines falsch gelieferten Hamburgers eine Frau schlägt, hat in Belgien Empörung ausgelöst. Bei der Werbeaufsicht seien seit Dienstag mehr als 300 Beschwerden eingegangen, sagte deren Leiterin Sandrine Sepul am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. 

Die auf Facebook veröffentlichte Werbung für Bicky Burger ähnelt einem Batman-Comic aus dem Jahr 1965 und den Werken des US-Pop-Art-Künstlers Roy Liechtenstein. Sie zeigt einen Mann, der einer Frau einen Faustschlag verpasst, während sie ihm eine Burger-Schachtel entgegenstreckt - in der Sprechblase heißt es: "Im Ernst, ein falscher Bicky?"

Nach heftigen Protesten in den Online-Netzwerken verschwand die Werbung rasch wieder von Facebook, doch dauerte der Ärger an. "Bicky, ein Hamburger zum Kotzen", schrieb die Zeitung "Le Soir" in einem Kommentar und fragte ironisch, wie Werbe-Kreative im Jahr 2019 auf eine derart "witzige, sympathische und erfolgversprechende" Kampagne kommen konnten. 

Das Blatt erinnerte gleichzeitig daran, dass statistisch alle zehn Tage in Belgien eine Frau von ihrem Partner oder Ex getötet werde - und jeden Tag hunderte Frauen Opfer von Erniedrigungen, Schlägen oder Vergewaltigungen würden. Die für Gleichberechtigung zuständigen Regionalpolitikerinnen Nawal Ben Hamou und Christie Morreale bezeichneten den Werbespot als "widerlich" und "unverantwortlich".

Ihre Behörde habe die Beschwerden an die niederländische Werbeaufsicht weitergeleitet, da der Spot von der niederländischen Lebensmittelfirma Izico in Auftrag gegeben worden sei, sagte die Leiterin der Werbeaufsicht. Zudem sei Izico zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

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