Frankreich

Ermittler durchsuchen französisches Chemiewerk nach Großbrand

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Fässer in dem Chemiewerk Lubrizol in Rouen Bild: AFP

Zwei Wochen nach dem Großbrand in einem Chemiewerk in Nordfrankreich haben Ermittler die Fabrik in Rouen durchsucht. Die Verwaltungsräume in dem Chemiewerk Lubrizol wurden ebenso durchsucht wie die einer benachbarten Logistikfirma, wie es am Donnerstag von Seiten der Ermittler hieß. Bei der Polizei sind inzwischen mehr als 130 Anzeigen wegen möglicher Gesundheitsrisiken durch den Brand eingegangen.

Zwei Wochen nach dem Großbrand in einem Chemiewerk in Nordfrankreich haben Ermittler die Fabrikräume in Rouen durchsucht. Die Verwaltungsbüros in dem Chemiewerk Lubrizol wurden ebenso durchsucht wie die einer benachbarten Logistikfirma, wie es am Donnerstag von Seiten der Ermittler hieß. Bei der Polizei sind inzwischen mehr als 130 Anzeigen wegen möglicher Gesundheitsrisiken durch den Brand eingegangen.

Die Ermittler suchen unter anderem nach Hinweisen auf die bislang ungeklärte Brandursache des Brandes. Die Nachbarfirma Normandie Logistique widersprach Angaben von Lubrizol, der Brandherd habe offenbar auf ihrem Grundstück gelegen. Dies sei "nahezu unmöglich", erklärte die Firmenleitung. Lubrizol gehört zur Gruppe des US-Milliardärs Warren Buffett.

Viele Bewohner von Rouen misstrauen Angaben der Behörden, wonach es keine Gesundheitsgefahren durch Asbest, Dioxin oder andere giftige Stoffe gibt. Die Präfektur hat eine Liste mit 5200 Tonnen Chemikalien veröffentlicht, die in Flammen aufgingen. Diese seien aber "alle nicht gefährlich", erklärte die Behörde.

In dem Lubrizol-Werk wurden Zusatzstoffe für Schmierstoffe hergestellt. Es unterliegt der sogenannten Seveso-Richtlinie der EU, die besonders strenge Sicherheitsauflagen vorschreibt.

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