Sachsen

Halle wählt unter Eindruck von Anschlag neuen Oberbürgermeister

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  • In POLITIK
  • 13. Oktober 2019, 04:07 Uhr
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Das Rathaus von Halle Bild: AFP

Unter dem Eindruck des rechtsextremistischen Anschlags auf eine Synagoge mit zwei Toten wählt Halle einen neuen Oberbürgermeister. Neben dem parteilosen 62-jährigen Amtsinhaber Bernd Wiegand treten dabei noch sieben weitere Kandidaten an.

Unter dem Eindruck des tödlichen Anschlags auf eine Synagoge wählt Halle am Sonntag (08.00 Uhr) einen neuen Oberbürgermeister. Neben dem seit 2012 amtierenden Amtsinhaber Bernd Wiegand (parteilos) treten sieben weitere Kandidaten an. SPD, Grüne und Linke gehen gemeinsam mit dem 42-jährigen Hendrik Lange ins Rennen, CDU und FDP unterstützen den 51-jährigen Kandidaten Andreas Silbersack.

In Halle wird alle sieben Jahre ein Oberbürgermeister gewählt. Nach dem Anschlag eines Rechtsextremisten mit zwei Toten vom Mittwoch rückte der Wahlkampf in den Hintergrund. Abschlusskundgebungen wurden abgesagt. Der 62-jährige Amtsinhaber Wiegand gilt als umstritten. So stand er wegen Untreue vor Gericht, weil er enge Mitarbeiter zu Unrecht in eine höhere Gehaltsstufe eingruppiert haben sollte. Er wurde aber rechtskräftig freigesprochen.

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