Luftfahrt

Deutsche Wirtschaft zahlt mit für Condor-Rettung

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Berlin - Die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook geht indirekt zulasten von Firmen, die mit der Touristikbranche überhaupt nichts zu tun haben. Grund dafür sei unter anderem das Schutzschirmverfahren, das die Cook-Tochter Condor beantragt habe, berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Es erlaube der Fluglinie, die Anwartschaften ihrer Mitarbeiter auf eine Betriebsrente in Höhe von knapp 500 Millionen Euro an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) zu übertragen, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. Die Organisation ist laut Gesetz für die Absicherung betrieblicher Altersrenten im Insolvenzfall zuständig und übernimmt voraussichtlich vom 1. Dezember an die Zahlung der Ruhetandsbezüge für die Condorianer. Das hat allerdings seinen Preis - und den zahlt die Solidargemeinschaft aller Mitgliedsfirmen, die betriebliche Altersversorgungssysteme unterhalten. Noch im Sommer hatte der PSV seine Mitglieder beruhigt, der Obolus für die Absicherung der Firmenrenten solle für 2019 "unter 2 Promille" der ausstehenden Pensionszusagen aller Unternehmen betragen und damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 2,7 Promille liegen.

Stattdessen soll er nun spürbar steigen: Aufgrund des "deutlich höheren Schadensvolumens", könne er "zwischen 3 und 3,5 Promille" liegen, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des PSV, über die der "Spiegel" berichtet. Eine Entscheidung soll Anfang November fallen.

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