Gesundheit

Bundesrat billigt neue Ausbildung für Psychorherapeuten und Hebammen

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  • 8. November 2019, 14:03 Uhr
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Schild an einer Psychotherapie-Praxis Bild: AFP

Wer Psychotherapeut werden will, muss künftig ein eigenes Universitätsfach mit fünfjährigem Studium absolvieren. Der Bundesrat billigte ein Gesetz, dass den neuen Abschluss zur Voraussetzung für eine Approbation macht.

Wer Psychotherapeut werden will, muss künftig ein eigenes Universitätsfach mit fünfjährigem Studium absolvieren. Der Bundesrat billigte am Freitag ein vom Bundestag bereits beschlossenes Gesetz, dass den neuen Abschluss zur Voraussetzung für eine Approbation macht. Bislang müssen Psychotherapeuten zunächst ein Vollstudium der Psychologie absolvieren, bei den Kinder- und Jugendtherapeuten ist es ein Pädagogik-Studium. Daran schließt sich dann eine Ausbildung zum Psychotherapeuten an.

Zudem wird mit dem Gesetz ein neues Versorgungsangebot für psychisch schwerkranke Menschen geschaffen. Dazu sollen sich Psychotherapeuten, Psychiater oder Hausärzte miteinander vernetzen. Einzelheiten soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) des Gesundheitswesens bis Ende 2020 festlegen. Mit dem neuen Gesetz wird außerdem der Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung erleichtert. Für die Teilnahme an Gruppentherapien ist künftig kein Gutachten mehr nötig. 

Auch für die Ausbildung zur Geburtshelferin wird es künftig ein Studium geben. Es soll einem weiteren vom Bundesrat gebilligten Gesetz zufolge sechs bis acht Semester dauern und die wissenschaftliche Theorie mit der Praxis verknüpfen. Voraussetzung sollen zwölf Jahre Schulausbildung oder aber die abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf sein. Das Studium wird künftig mit einem Bachelor sowie einer staatlichen Prüfung enden.

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