Nahost

Palästinenser bei Zusammenstößen mit israelischer Armee im Westjordanland getötet

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Demonstranten helfen einem Verletzten Bild: AFP

Am Rande von Gedenkfeiern zum 15. Todestag von Palästinenserpräsident Jassir Arafat ist es im Westjordanland zu heftigen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee gekommen.

Am Rande von Gedenkfeiern zum 15. Todestag von Palästinenserpräsident Jassir Arafat ist es im Westjordanland zu heftigen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee gekommen. Ein 22-Jähriger starb nach einem Schuss in die Brust nahe der Stadt Hebron, wie das palästinensische Gesundheitsministerium und Rettungskräfte am Montag mitteilten. Nach Angaben einer Sprecherin der israelischen Armee warfen palästinensische "Kämpfer" zuerst Molotow-Cocktails und Steine auf Soldaten. Diese hätten dann mit scharfer Munition geantwortet.

Bei den Zusammenstößen seien mindestens 49 Menschen verletzt worden, erklärte der palästinensische Rote Halbmond. Auch in der Stadt al-Fauwar sei es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen die israelische Armee scharfe Munition eingesetzt habe.

Der UN-Gesandte für den israelisch-palästinensischen Konflikt, Nikolaj Mladenow, äußerte sich im Onlinedienst Twitter zu dem tödlichen Vorfall. Ein Video, das im Internet verbreitet wurde, zeige einen Mann, der "für niemanden eine Bedrohung darzustellen scheint". Mladenow forderte eine "gründliche Untersuchung".

Am Abend nahmen hunderte Palästinenser an der Beerdigung des 22-Jährigen teil. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas legte unterdessen bei einer Zeremonie in Ramallah einen Kranz auf Arafats Grab nieder. Der 84-Jährige sprach dabei auch erneut von der Abhaltung von Wahlen im Palästinensergebiet. 

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