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Obama-Team weist Vorwurf von Trump-Sprecherin über boshafte Botschaften zurück

  • AFP
  • In POLITIK
  • 19. November 2019, 22:21 Uhr
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Stephanie Grisham Bild: AFP

Hat das Team des früheren US-Präsidenten Obama im Weißen boshafte Botschaften für Amtsnachfolger Trump hinterlassen? Das hat jetzt Trumps Sprecherin behauptet - und damit nicht nur ein entschiedenes Dementi aus dem Obama-Lager, sondern auch spöttische Reaktionen im Internet provoziert.

Hat das Team des früheren US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus boshafte Botschaften für Amtsnachfolger Donald Trump hinterlassen? Das hat jetzt Trumps Sprecherin Stephanie Grisham behauptet - und damit nicht nur ein entschiedenes Dementi aus dem Obama-Lager, sondern auch spöttische Reaktionen im Internet provoziert.

Die CNN-Journalistin Abby Philipp zitierte Grisham am Dienstag mit den Worten, als das Trump-Team ins Weiße Haus eingezogen sei, habe es in "jedem Büro" Bücher von Obama vorgefunden, außerdem Zettel mit Botschaften wie "Ihr werdet scheitern" oder "Ihr werdet es nicht schaffen".

Der Anwalt der Obama-Regierung, Daniel Jacobson, reagierte prompt: "Das ist eine komplette und totale Lüge", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Das Gegenteil sei wahr: Das Team des Demokraten habe Bücher mit Briefings hinterlassen, um bei der Übergabe der Amtsgeschäfte an den Republikaner so hilfreich wie möglich zu sein.

Jon Wolfsthal, der unter Obama im Nationalen Sicherheitsrat arbeitete, sprach von einer "ungeheuerlichen Lüge" Grishams. Die "schamlose" Trump-Sprecherin müsse gefeuert werden.

Dagegen reagierten viele Internetnutzer belustigt. Die Ankündigung "Ihr werdet scheitern" habe sich angesichts von Trumps Politik schließlich bewahrheitet.

Grisham selbst relativierte später ihre Beschwerde: "Ich weiß nicht, warum alle so sensibel sind!", sagte die Trump-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Sie habe nicht sagen wollen, dass es in jedem Büro solche Botschaften gegeben habe. Sie habe nur über ein bestimmtes Pressebüro gesprochen. 

Für sie selbst sei übrigens eine liebenswürdige Botschaft hinterlassen worden, fügte Grisham hinzu. Das Ganze sei damals wohl eine Art "Scherz" gewesen, wie er bei Stabswechseln im Weißen Haus üblich sei.

Tatsächlich scheinen solche Scherze nicht unüblich zu sein. Das Team des früheren Präsidenten Bill Clinton soll einst im Weißen Haus aus allen Computertastaturen das "W" entfernt haben, bevor Nachfolger George W. Bush in die Machtzentrale einzog.

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