Ukraine

Tausende Demonstranten beteiligen sich an Russland-kritischem Protest in Kiew

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Demonstranten in Kiew Bild: AFP

Knapp drei Wochen vor dem ersten Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Kreml-Chef Wladimir Putin haben tausende Demonstranten in Kiew eine konsequente Haltung der ukrainischen Regierung gegenüber Moskau gefordert.

Knapp drei Wochen vor dem ersten Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Kreml-Chef Wladimir Putin haben tausende Demonstranten in Kiew eine konsequente Haltung der ukrainischen Regierung gegenüber Moskau gefordert. Selenskyj dürfe nicht vor Putin "kapitulieren", forderten die Protestteilnehmer am Donnerstagabend in der ukrainischen Hauptstadt.

Am sechsten Jahrestag der Maidan-Proteste in Kiew zogen die Demonstranten mit Fahnen und Bannern ins Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. "Jegliche Zugeständnisse" an Russland "würden die Situation noch verschlimmern", sagte der 44-jährige Demonstrant Andrij Sergujenko mit Blick auf das bevorstehende Treffen von Selenskyj und Putin.

Beim Ukraine-Gipfel im sogenannten Normandie-Format am 9. Dezember in Paris kommen die beiden Staatschefs erstmals persönlich zusammen. Der Vierer-Gipfel, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnimmt, soll der Entschärfung des seit 2014 schwelenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine dienen. 

Seit Selenskyjs Amtsantritt im April haben beide Seiten bereits mehrere Maßnahmen zur Entspannung des Konflikts unternommen. So gab es im September einen umfassenden Gefangenenaustausch, kurz darauf folgte eine Truppenentflechtung an der Frontlinie in der Ost-Ukraine zwischen ukrainischen Einheiten und den prorussischen Separatisten. Am Montag gab Russland drei ukrainische Marineschiffe zurück, die es vor einem Jahr beschlagnahmt hatte.

"Die Maßnahmen von Selenskyj und seinem Team, die auf den Truppenrückzug abzielen, sind eine wahrhaftige Kapitulation. Das ist nicht normal", kritisierte die 30-jährige Demonstrantin Julija Nikolajenko. 

Bei den Gipfeltreffen im Normandie-Format bemühen sich die Ukraine und Russland unter der Vermittlung Deutschlands und Frankreichs um eine Beilegung des Konflikts. Das letzte Treffen fand 2016 in Berlin statt.  

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